Gedenkstunde hoher Staatsvertreter

Die Terrorangriffe in den USA haben die Welt schockiert. Nicht nur Politiker und Betroffene der Katastrophe, auch Menschen überall auf der Welt. In Stockholm fand heute nachmittag eine Gedenkveranstaltung statt, zu der der Reichstag, die Regierung und der königliche Hof eingeladen hatten.

”Wir haben uns hier versammelt, um zu zeigen, dass wir an den grundlegenden demokratischen Werten festhalten.” Mit diesen Worten weihte Reichstagspräsidentin Birgitta Dahl die Gedenkstunde im alten Reichstagsgebäude ein. In Anwesenheit von Königspaar, Kronprinzessin Victoria und Vertretern der Reichstagsparteien forderte Ministerpräsident Göran Persson die Anwesenden auf, den Terroranschlag in den USA mit einem Bekenntnis zu verbinden:

”Ich hoffe, dass aus dem Mitgefühl für die Betroffenen nach und nach ein vom Volk getragenes Verteidigen der offenen Gesellschaft erwächst. Eine Gesellschaft, in der wir uns ohne Angst begegnen können. Das Leben geht weiter, aber es wird niemals wieder so wie es früher war.”

Gleichzeitig forderte der Ministerpräsident dazu auf, die Situation mit grosser Beherrschung aufzunehmen. ”Wenn die Demokratie es nicht schafft, den Terrorismus zu stoppen, so wird der Terrorismus auch die Demokratie nicht stoppen”, sagte Persson im Hinblick auf mögliche Vergeltungsangriffe.
Der Chef der Konservativen, Bo Lundgren, sprach von einem feigen und gesichtslosen Terrorismus. Es sei jetzt die Pflicht und Schuldigkeit der restlichen Welt, den USA beizustehen. Einer Nation, die der Welt vielfach zu Hilfe geeilt sei:

”Sie können Gebäude zerstören, sie können Flugzeuge entführen, sie können Tod und Zerstörung verbreiten. Aber sie werden mit ihren feigen Terroranschlägen niemals das Streben der Menschen nach Freiheit und Offenheit zerstören.”

Die Vorsitzende der Linkspartei, Gudrun Schyman mahnte, die Vereinten Nationen sollten die Leitung im Kampf gegen den Terrorismus aufnehmen. Sie sei hoffnungsfroh, dass auf diese Weise eine Spirale der Gewalt vermieden werden kann. ”Wenn das Leben am verletzlichsten ist, ist es am stärksten”, sagte die Politikerin.

Agnes Bührig

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