SEB und Föreningssparbanken legen Fusionspläne nieder

Die beiden schwedischen Großbanken SEB und Föreningssparbanken brechen ihre Fusionspläne ab. Das teilen die Vorstände beider Banken mit, nachdem die EU-Kommission eine Reihe von Bedingungen an den Zusammenschluss geknüpft hatte.

Die Kommission schätzt den Marktanteil der neuen Bank auf rund 45 %. Zu viel für eine Bank, die sich damit der Grenze zur Monopolstellung nähert, befand die Kommission und forderte als Voraussetzung für das Geschäft einen Verkauf der Bankfilialen in Schweden. Durch eine Veräußerung der Filialen um 10% - wie von der Kommission gefordert - würden die Banken jeden fünften Kunden verlieren. Aus diesem Grund legen nun SEB und Föreningsbanken die geplante Fusion erst einmal auf Eis, wie der Vorstandsvorsitzende bei Föreningssparbanken, Göran Collert, auf einer Pressekonferenz heute nachmittag erklärte. Die von der Kommission gestellten Forderungen seien so weitreichend, dass ein Zusammenschluss keinen Sinn mehr ergäbe, hieß es.
Beide Banken kritisieren nun die EU-Kommission dafür, dass die den Markt der Kleinunternehmer und Kleinsparer, um den es bei der geplanten Fusion geht, als nationalen Markt betrachten und daraus eine Monopolstellung der neuen Bank herleiten. Konservative EU-Palamentarier haben die Entscheidung ebenfalls kritisiert. Kommissar Mario Monti bezeichnete es als äußerst ungewöhnlich, dass Fusionspartner zu einem frühen Zeitpunkt der Verhandlungen ihre Pläne zurückziehen. Die Schweden hätten noch Zeit für Eingaben gehabt, erklärte Monti.

Gundula Adolfsson

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