Fähre vor Finnland aufgelaufen

Schreck für die Passagiere der ”Isabella”: Die Ostseefähre lief in der Nacht vor den finnischen Åland-Inseln auf Grund. An Bord wurde aber niemand verletzt. Das Schiff wurde am Nachmittag freigeschleppt.

Die ”Isabella” war auf dem Weg vom finnischen Turku in die schwedische Hauptstadt Stockholm, als sie gegen 0.30 Uhr auf Grund lief. Die Passagiere, die vorsorglich mit Schwimmwesten ausgerüstet wurden, warteten im Restaurant im Oberdeck auf ihre Rettung. Bergungsschiffe und Hubschrauber waren im Einsatz. Erst am späten Nachmittag konnte die Fähre der Reederei Viking Line in den Hafen Långnäs geschleppt werden. Nach Angaben des Schiffseigners ist keiner der 630 Passagiere und 156 Besatzungsmitglieder verletzt worden.

”Ein Zittern ging durch das ganze Schiff, berichtet der Passagier Kay Jansson aus Stockholm. ”Wir sind dann auf das Oberdeck gegangen und haben uns ganz gut selbst helfen können. Alle blieben ruhig und wir teilten die Rettungswesten aus.”

Eine Evakuierung auf See sei nicht notwendig gewesen, teilte Viking Line mit. Die 170 Meter lange Fähre habe ein kleines Leck. Außerdem seien das Backbord-Ruder und die Schraube defekt. Zur Zeit des Unglücks herrschte schwerer Seegang mit orkanartigen Böen - möglicherweise brachte der Wind das Schiff vom Kurs ab und drückte es in das Küstengewässer. Die genaue Ursache des Unglücks ist jedoch noch unklar. Die Route zwischen Turku und Stockholm ist eine der wichtigsten Fährverbindungen zwischen den skandinavischen Ländern. Doch die Navigation durch das Schärenarchipel stellt nach Ansicht von Seefahrts-Experten höchste Anforderungen an Kapitän und Besatzung. Die Passagiere der ”Isabella” sollten am Abend nach Mariehamn auf Åland und von dort aus nach Stockholm gebracht werden.

Alexander Budde

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