Schwedisch-kambodschanische Schmiergeldaffäre

Die schwedische Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen in einer schwedisch-kambodschanischen Schmiergeldaffäre eingestellt.

Ein leitender schwedischer Mitarbeiter des Telekom-Unternehmen Mobitel, hatte für die Tätigkeit in dem asiatischen Land den Kommunikationsminister dort für angebliche Beraterdienste bezahlt. Umgerechnet etwa 2 500 Euro monatlich wurden überwiesen.

Ein kambodschanischer Oppositionspolitiker erstattete in Schweden Anzeige, weil er befürchtete, dass die Affäre in seiner Heimat nicht behandelt werden würde.

Eine Straftat kann von einem schwedischen Gericht verfolgt werden, wenn sie von einem Schweden in einem Land begangen worden ist, in dem die Tat ebenfalls gesetzwidrig ist.

Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren mit der Begründung ein, dass Korruption in Kambodscha nicht ebenso strafbar sei wie in Schweden.

In Kambodscha ist diese Reaktion der schwedischen Behörden mit großem Erstaunen aufgenommen worden.

Sybille Neveling

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