Sverker Martin-Löf
Die Enthüllungen über Sverker Martin-Löf (Li.) rissen nicht ab (Foto: Henrik Montgomery / TT)
Wirtschaft

Industriemagnat stolpert über Vetternwirtschaft

Einer der mächtigsten Akteure der schwedischen Industrie, Sverker Martin-Löf, muss in Folge von Medienenthüllungen von sämtlichen Posten zurücktreten.

Die Zeitung Svenska Dagbladet hatte mehrfach über Vetternwirtschaft und Missbrauch von Unternehmenseigentum berichtet. So hatte Martin-Löf etwa das Firmenjet für zahlreiche Privatausflüge mit seiner Familie verwendet.

Martin-Löf ist Vorstandsvorsitzender der Investmentgesellschaft Industrivärden, die zahlreiche große, börsennotierte Unternehmen unter sich versammelt. Auch bei schwedischen Traditionsunternehmen wie dem Stahlkonzern SSAB oder dem Forst- und Papierkonzern SCA ist Martin-Löf Vorstandsvorsitzender.

Svenska Dagbladet berichtet nun am Donnerstag, dass Martin-Löf bereits im Frühjahr von sämtlichen Posten zurücktreten wird. Nachfolger bei Industrivärden wird Anders Nyrén, der bisherige Vorstandsvorsitzende der Großbank Handelsbanken.

Selbst gibt Martin-Löf gegenüber der Nachrichtenagentur Direkt an, Opfer einer „Medienkampagne“ geworden zu sein. Er wisse nicht, was der Grund dafür sei. Es gebe aber offenbar große Ressourcen, Kraft und die Fähigkeit zur Lüge, zu gewinkelten Informationen, zu Anklagen und übler Nachrede, so Martin-Löf am Donnerstag.

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