Politik

Keine Angst vor Griechenland

Schwedens Regierung nimmt den Wahlsieg der Linksradikalen in Griechenland relativ gelassen auf. Die Linkspartei ist erfreut.

Die schwedische Finanzministerin Magdalena Andersson will die Unruhe, die zum Beispiel der britische Premierminister David Cameron in einer ersten Reaktion geäußert hat, nicht teilen. Europa befinde sich in einer beträchtlich stabileren Lage als noch vor wenigen Jahren und eine Unruhe über die griechische Wirtschaft habe daher keine so  dramatischen Ausmaße.

Allerdings, so räumte Andersson ein, wenn die Entwicklung in Griechenland zu einer Schwächung der Eurozonen-Länder führe, dann habe dies auch einen Effekt auf  Schweden, da Europa der größte Exportmarkt sei.

Schweden sieht die Diskussion um die griechischen Schulden aus der Beobachterperspektive, da Schweden nicht zur Eurozone gehört. Einen Schuldenschnitt sieht man deshalb hierzulande auch mit Gelassenheit.

Geradezu beglückt über den Ausgang der griechischen Wahl zeigt sich Jonas Sjöstedt, Parteivorsitzender der schwedischen Linken. Er war während des Wahlkampfes vor Ort, um Syriza zu unterstützen. Er hofft nun, dass die EU den Griechen eine Chance gibt und dem Wunsch der radikalen linken Partei nach Schuldenerlass nachkommt. Er erinnert daran, dass sowohl Schweden als auch Griechenland nach dem Zweiten Weltkrieg in den 50er Jahren dazu beigetragen hätten, dass viele Schulden Deutschlands abgeschrieben worden seien.

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