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Alles kann mal wichtig sein (Foto: Susanne Lindholm/TT)
Nach dänischem und finnischen Vorbild

Nationales Abtreibungsregister gefordert

Führende Gynäkologen in Schweden haben zusammen mit dem Hebammenverband und mehreren Forschern am Karolinska Institut die Einführung eines nationalen Abtreibungsregister gefordert.

Die zurzeit von den Behörden geführte Statistik sei nur von geringem Wert, da zu wenige Details erfasst würden. Erfahrungen mit nationalen Datenbanken in Finnland und Dänemark hätten gezeigt, dass Erkenntnisse daraus die ärztliche Versorgung bei Abtreibungen deutlich verbessert hätten, so eine Gynäkologin in der Tageszeitung Dagens Nyheter.

Eine entsprechende Datenbank war 2009 von einem Ermittler im Regierungsauftrag vorgeschlagen, aber aus Datenschutzgründen nicht umgesetzt worden.  Gesundheitsminister Gabriel Wikström erklärte auf Anfrage, eine Abtreibungsstatistik sei „sehr wichtig“, die Regierung würde sich mit dem Thema beschäftigen. Man wolle jedoch sicherstellen, dass durch eine entsprechendes Register Frauen, die eine Abtreibung haben durchführen lassen, nicht der öffentlichen Kritik ausgesetzt werden. Nach Angaben von Dagens Nyheter wird sich ungefähr jede dritte schwedische Frau in ihrem Leben mindestens einer Abtreibung unterziehen.

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