Radio Schweden

05.05.2005

Schwerpunkt 60 Jahre Kriegsende
Offiziell war Schweden im Zweiten Weltkrieg neutral. Doch das Land konnte sich dem Schrecken zwischen 1939 und 1945 nicht vollständig entziehen. Wir blicken zurück auf Schwedens nicht immer rühmliche Rolle im Zweiten Weltkrieg und lassen Zeitzeugen und Experten zu Wort kommen.

Nur Geschichte?
Nicht wenige Schweden begrüßten die Politik Nazi-Deutschlands. Ist es deswegen richtig, allgemein von der „schwedischen Doppelmoral“ zu sprechen? Wir beleuchten Schwedens damaliges Bürgertum zwischen Pragmatismus und Faschismus.

Weiße BusseAnnähernd 21.000 Menschen brachte der schwedische Graf Folke Bernadotte mit seinen „Weißen Bussen“ von Deutschland nach Schweden – die meisten davon waren dänische und norwegische Kriegsgefangene. Doch auch einfache deutsche Flüchtlinge waren unter ihnen – wie Peter Reichel. Er erzählt über Schrecken und Hoffnungen während des Transportes.

Neuanfang
Vor allem junge Frauen, die im zerstörten Deutschland keine Arbeit fanden, suchten nach dem Krieg ein besseres Leben in Schweden. Viele fingen hier als Haushaltshilfe an. Wir haben eine dieser Auswanderinnen getroffen.

„Was kostet das Eisen?“
Bertolt Brecht war mehrere Monate im schwedischen Exil und schrieb hier ein Theaterstück über die zweideutigen Handelsbeziehungen Schwedens mit Nazi-Deutschland.

Redaktion und Moderation: Katja Güth und Alexander Schmidt-Hirschfelder

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