Grand Hotel (Erhan Güner/TT)
Hohe Alarmstufe: Grand Hotel Stockholm
Schweden-Nahost

Alarmbereitschaft vor Abbas-Besuch

Vor dem Besuch von Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas hat die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen drastisch erhöht.

Ein Polizeisprecher sagte im Schwedischen Rundfunk, man habe Vorkehrungen auch für mögliche Attentate getroffen. Vor allem im zentralen Stockholm sei mit massiven Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Abbas, der seit dem vergangenen Frühjahr einer palästinensischen Einheitsregierung vorsteht, besucht Schweden auf Einladung von Ministerpräsident Stefan Löfven. Neben Löfven wird er unter anderem Außenministerin Margot Wallström, König Carl Gustaf und die Erzbischöfin der Schwedischen Kirche, Antje Jackelén, treffen.

Als eine der ersten Amtshandlungen hatte die rot-grüne schwedische Regierung im vergangenen Herbst die Anerkennung Palästinas als eigenständigen Staat beschlossen und damit von israelischer Seite Proteste ausgelöst. Wenn es Abbas mit seinem Reden vom Frieden ernst sei, solle er nach Jersusalem statt nach Stockholm reisen, schreibt der israelische Botschafter Isaac Bachman in einem Gastartikel in "Svenska Dagbladet". Abbas' Reisen in verschiedene Hauptstädte seien "ein Ablenkungsmanöver, um direkte Verhandlungen mit Israel zu vermeiden", so der Diplomat.

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