Wenig Interesse an Anti-Extremismus-Einheit

Die koordinierte Arbeit gegen gewaltbereiten Extremismus in Schweden geht nur schleppend voran.

Seit letztem Sommer leitet Mona Sahlin, früher Vorsitzende der Sozialdemokraten, eine neue nationale Einheit, mit der Gemeinden, Staat und Organisationen besser koordiniert werden sollen im Kampf gegen links- und rechtsextreme Gewalt sowie gewaltbereiten Islamismus. In das Projekt werden große Hoffnungen gelegt – nicht zuletzt von Sicherheitsexperten, die Schweden als nur schlecht gerüstet sehen im Kampf gegen Extremismus.

Ein Monat nach Verstreichen der Anmeldefrist hat aber ein Drittel aller Gemeinden keinen Kontakt mit der Einheit aufgenommen, meldet der Schwedische Rundfunk. Warum dies so sei, darüber wolle er nicht spekulieren, sagte der Hauptsekretär der Einheit, Daniel Norlander. Es sei sich aber sicher, dass in naher Zukunft alle Gemeindebezirke Interesse an dem Projekt zeigen würden.