Streitkräfte

"Als Einzelner nicht Uniform tragen"

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Der Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte hat die Angestellten aufgefordert, beim Aufenthalt an öffentlichen Plätzen eventuell vom Tragen der Uniform abzusehen. Es existiere ein Bedrohungsszenario gegen die Streitkräfte.

Das berichtet der Lokalsender Radio Blekinge des Schwedischen Rundfunks. Demnach wurde eine entsprechende Information in der vergangenen Woche an alle Mitarbeiter gesendet. Dabei wird Mitarbeitern, die sich allein an öffentlichen Plätzen wie beispielsweise auf Bahnhöfen bewegen, nahegelegt, sich zivil zu kleiden. 

Wenn man sich als Einzelner in Uniform kleide, gelte es, "vorher über mögliche Folgen nachzudenken", sagte Jesper Tengroth, Pressesekretär der Streitkräfte, auf Nachfrage von Radio Schweden. "Das ist ungefähr so, als wenn ich als Anhänger der heimischen Fußballmannschaft gekleidet in den entsprechenden Farben zu den Fans des Gastteams gehe." Entsprechend sei es nicht angezeigt, die Uniform in einer Umgebung zu tragen, "wo diese als eine Form der Bedrohung angesehen werden kann."

Die Frage, welcher Personenkreis in Schweden eine schwedische Militäruniformals bedrohlich empfinden könne, ließ der Pressesprecher unbeantwortet. Das Thema habe offenbar größere mediale Aufmerksamkeit gefunden als angebracht sei. Die Bedrohungslage gegen die Streitkräfte insgesamt habe sich nicht geändert. Ebenso wenig neu sei die Empfehlung, individuell über das Tragen der Uniform gründlich nachzudenken. "Das ist immer schon so gewesen", so Jesper Tengroth gegenüber Radio Schweden. Zu betonen bleibe, dass die Entscheidung weiterhin jedem frei stehe. Beim gemeinsachaftlichen Auftreten, so in einer Kompanie, bleibe die Uniform natürlich Norm.