Schweden von Olympia enttäuscht

Nichts läuft wie es soll bei diesen Olympischen Spielen in Salt Lake City. Der Chef des schwedischen Olympiakomitees ließ seiner Verzweiflung freien Lauf. Der Wurm sei drin, so Stefan Lindeberg, der neben dem entgeisterten König Carl Gustaf dem Staffelfiasko der Langläufer beiwohnnen musste. Schweden tauche im Medaillenspiegel gar nicht mehr auf.

Dabei sind es vielleicht auch die überzogenen Erwartungen der Sportfunktionäre, die den Sportlern draußen auf dem Eis und in der Loipe zusetzen. Eine ganze Reihe von Athleten, die auf Gold nahezu programmiert waren, hielten dem Druck am olympischen Stichtag nicht stand. Die Biathletin Magdalena Forsberg konnte ihrer Favoritenrolle ebenso wenig gerecht werden wie Langläufer Per Elofsson. Da ist es gut, dass es eine Sportart gibt, in der die Schweden gerade richtig gut sind: Curling. Das ganze Land fiebert mit, wenn die Blau-Gelben um den Einzug ins Halbfinale kämpfen.

Der ganze Stolz der Schweden ist aber die Eishockeymannschaft Tre Kronor. Die siebenfachen Weltmeister haben gestern erst einmal die Deutschen vom Eis gefegt. Dabei hatte die Zach-Truppe gegen den Olympiasieger von 1994 gar nicht schlecht begonnen. Nach 80 Sekunden hatte der Kasseler Klaus Kathan knapp am Tor vorbeigezielt. Nur zwei Minuten später traf Wayne Hynes nur den Pfosten, nach knapp zwölf Minuten rettete die Latte des schwedischen Tores den frühen Ehrentreffer. Während die deutschen Puckjäger ihre Chancen vergaben, nutzten die Mannschaft des früheren Kölner Erfolgstrainer Hardy Nilsson ihre Möglichkeiten aus und siegten leicht mit 7:1. Im Viertelfinale spielt Schweden nun gegen Weißrußland. Alles andere als ein klarer Sieg für Schweden wäre eine Überraschung

Alexander Budde

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