Pensions-Affäre: UNO trennt sich von Lindahl

Der frühere ABB-Chef Göran Lindahl muss sein Amt als Ratgeber des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan aufgeben. Hintergrund der Entscheidung sind offenbar umstrittene Pensionszahlungen des ABB-Konzerns.

Wie aus UNO-Kreisen verlautete, hat Annan selbst entschieden, das Mandat des Schweden nicht zu verlängern. Die Weltorganisation reagiere damit auf die Kritik an einem Pensionsabkommen in Höhe von 50 Millionen Euro, das der frühere ABB-Chef zu seinen Gunsten ausgehandelt hatte. Lindahl betreut für die UNO das so genannte ”Global Compact”-Projekt. In dem Forum sollen sich Wirtschaftsvertreter und Kritiker über soziale Aspekte der Globalisierung austauschen. Lindahl war auch an der Formulierung von neun Grundprinzipien beteiligt, zu denen sich internationale Konzerne bekennen sollen. Darin geht es um die Achtung der Menschenrechte, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Förderung des Umweltschutzes. Annan hatte seinen Berater Lindahl noch vor einem Jahr als fortschrittlichen Unternehmer vorgestellt, der sich von der Überzeugung leiten lasse, dass die Wirtschaft auch eine soziale Verantwortung habe.

Alexander Budde

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