Lindh mit drastischen Worten an Mugabe

Schwedens Außenministerin, Anna Lindh, hat sich kritisch über den Ausgang der umstrittenen Präsidentenwahl im südafrikanischen Simbabwe geäußert. Lindh hat dabei dem Präsidenten Mugabe vorgeworfen, sich mit allen Mitteln an der Macht halten zu wollen.

”Es handelt sich um ein tragisches Beispiel dafür, wie ein alternder Herrscher, der früher für die Freiheit gekämpft hat, jetzt das verteidigt, was er früher selbst bekämpft hat. Ich glaube Mugabe wollte die Macht behalten, sowohl wegen des Prestige aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Und um nicht zu riskieren, das er für seine Taten zur Verantwortung gezogen wir”, sagte Lindh gegenüber dem schwedischen Rundfunk. Jetzt sei es vor allem an den Nachbarländern gelegen, auf Mugabe einzuwirken. Auch die EU müsse Initiative zeigen. Lindh schlug eine gemeinsame Reise des Koordinators der EU-Außenpolitik, Javier Solana, und der EU-Troika in die Region vor. Eine Forderung nach Neuwahlen wollte die Außenministerin nicht ausschließen. Lindh sagte jedoch, dass man abwarten sollte, wie sich die Opposition in Simbabwe entscheide.

Dieter Weiand

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