Bericht des Pensionsbehörde

Zahl der armen Rentner dramatisch gestiegen

Die Zahl der Pensionäre in Schweden, die unter der EU-Armutsgrenze leben, hat sich in den letzten neun Jahren nahezu verdoppelt.

 Demnach müssen in Schweden rund 225.000 Rentner mit umgerechnet 1.200 Euro oder weniger auskommen, so eine Bestandsaufnahme der Pensionsbehörde. Schuld daran seien unterschiedliche Faktoren, wie die Finanzkrise, die Steuerpolitik der ehemaligen bürgerlichen Regierung sowie die Tatsache, dass viele Zuwanderer nicht soviele Jahre gearbeitet haben, um auf eine angemessene Pension zu kommen, so die Behörde.

Auch wenn viele Schweden länger als über das 65. Lebensjahr arbeiten, könne nicht kompensiert werden, dass die Menschen gleichzeitig immer älter werden. Um sämtliche Rentner aus der Armut zu holen, müsste der Staat jährlich eine halbe Milliarde Euro zusätzlich ausgeben, hat die Behörde errechnet. Die EU-Armutsgrenze stellt 60 Prozent des Durchschnittseinkommens des jeweiligen Landes dar. Ein Vertreter des Verbandes der Rentner (PRO) sagte dem Schwedischen Fernsehen, der peinliche Trend werde sich fortsetzen, falls nichts dagegen unternommen werde.