Finlands försvarminister till vänster och Sveriges försvarsminister till höger.
Schwedens Verteidungsminister Hultqvist (r.) mit seinem finnischen Amtskollegen Haglund (Foto: Pontus Lundahl/TT)
Verteidigungspolitik

Nordische Länder vertiefen Militärkooperation

Zusammenschluss gegen russische Aggression
2:04 min

Die fünf nordischen Länder haben beschlossen, ihre militärische Zusammenarbeit zu intensivieren. Sie reagieren damit nach eigenen Angaben auf die jüngsten Aggressionen Russlands.

In einem gemeinsamen Artikel in der norwegischen Zeitung Aftenposten schreiben die Verteidigungsminister von Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark sowie die Außenministerin von Island, das russische Agieren sei die größte Herausforderung für die Sicherheit in Europa. Darauf wolle man von nordischer Seite mit mehr Solidarität reagieren. Im Schwedischen Rundfunk sagte Schwedens Verteidigungsminister Peter Hultqvist, die russische Annexion der Krim sei ein Bruch des Völkerrechts und die derzeitige russische Aggression in Ukraine nicht akzeptabel.

Gleichzeitig erklärte er die Details der neuen nordischen Militärkooperation. Demnach gehe es vor allem darum, gemeinsame Übungen durchzuführen, Informationen auszutauschen und intensiver mit den baltischen Ländern zusammenzuarbeiten. Aus dem Artikel der Minister geht außerdem hervor, dass die Abwehr möglicher Cyberattacken sowie eine Kooperation der Verteidigungsindustrie ein Thema sein werde.

In einer ersten Reaktion auf die neue nordische Zusammenarbeit gaben Militärexperten unterschiedliche Urteile ab. So sagte die norwegische Professorin Janne Haaland Matláry, man müsse mit negativen Reaktionen von Russland rechnen. Der schwedische Historiker Kristian Gerner von der Universität Lund meinte hingegen, langfristig könne Russland der Zusammenarbeit zwischen den Nato-Mitgliedsländern Norwegen, Dänemark und Island sowie den Nicht-Mitgliedern Schweden und Finnland durchaus auch positiv beurteilen. Sie sei möglicherweise ein Zeichen dafür, dass die Nato nicht mehr so von den USA dominiert werde, zumindest nicht im europäischen Norden.  

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