Publikumsreaktionen

„Deutsch wäre schon nett“

3:58 min

Was halten Sie davon, dass die Tourismusorganisation der Stadt Stockholm auf ihrer Homepage keine Informationen auf Deutsch anbietet? Das haben wir Sie nach unserem Bericht zu diesem Thema gefragt. Hier eine erste Zusammenfassung Ihrer Reaktionen.

Sybille Neveling, Sie sind die Publikumsredakteurin von Radio Schweden und haben sich die sehr zahlreichen Kommentare angeschaut. Gibt es denn einen Trend unter den Zuschriften?

Der ließe sich mit „Schön wär’s“ zusammenfassen. Ungefähr so wie Uwe Grabsch das zum Beispiel auf Facebook ausdrückt: „Ein netter Service wäre es allemal!“ Aber grundsätzlich gibt es zwei Seiten…

Nämlich? 

….etwa Tony Klemm und Dave Dee. Beide sagen auch auf FB, für sie persönlich reiche Touristeninformation auf Englisch.

Stockholms Turistikorganisation hat also zumindest teilweise Recht!

Ja, aber es melden sich auch eine ganze Menge mit anderer Meinung zu Wort:

Manuela Müller schreibt in ihrer Mail, dass ihr schon vor zwei Jahren in Stockholm aufgefallen sei, wie wenig ins Deutsche übersetzt wird. Und der Trend scheint abwärts zu gehen: Im Jahr darauf war es noch weniger. „Ich selbst kann kein Englisch“, schreibt sie. „Ich hatte es in der Schule nicht. Es gibt eine Menge deutsche Touristen in Stockholm. Schade, dass man auf Übersetzungen immer mehr verzichtet.

Ja, denn nicht alle sprechen supertoll Englisch…

Jürgen Boldt berichtet in einer Mail darüber, dass er sich die Stirn an dieser Frage fast blutig gestoßen hat: „In über 40 Jahren habe ich das Problem angesprochen - bei den Behörden und Verwaltungen, die dafür verantwortlich waren. In meinem damaligen Museum „Chateau Småröd” wurden wir oft zu Seminaren eingeladen, wo ich versucht habe, die Fragen zu beleuchten. Selbst hatten wir im Museum alle Informationen in vier Sprachen: Schwedisch, Deutsch, Englisch und Französisch.“

Evi Machtnix hat da allerdings ganz andere Erfahrungen: „Also bei uns im Bohuslän gibt es überall an den Touristenstellen deutsche Übersetzungen. Finde ich sehr gut. Allerdings gibt‘s auch Info-Tafeln, da muss man das Schwedische oder Englische lesen, um das Deutsche zu verstehen. Das ist manchmal sehr amüsant”, meint sie und schickte uns gleich ein Infoblatt von Hornborgs Schlossruine mit.

Hier geht es also eher um die Qualität der Übersetzungen. Es wird viel übersetzt, aber nicht immer so richtig verständlich. Vielleicht sollten wir demnächst mal in Bohuslän nachfragen, warum man sich dort dafür entschieden hat, viel Information auf Deutsch herauszugeben…

Gute Idee. Zum Abschluss noch ein Kommentar von Babs Soundso: „Ich kann zwar einige Worte Schwedisch und recht gut Englisch, aber manche Hinweise in Deutsch wären für viele sicherlich hilfreich! Außerdem sprechen nicht nur die Deutschen diese Sprache!! Es gibt auch noch (wenn auch nicht so viele) Österreicher und Schweizer!“ 

Wir freuen uns weiterhin über Ihre Kommentare. Kontaktieren Sie uns gerne in den sozialen Medien, per mail oder hier auf unserer Homepage.

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