Rechnungshof

Zu viele Risiken mit DAB

Schwedens Rechnungshof (Riksrevisionen) hat den für 2022 geplanten Übergang beim Radioempfang von UKW auf das digitale System DAB in Frage gestellt.

Der Übergang mache volkswirtschaftlich offenbar wenig Sinn, so eine Sprecherin des Rechnungshofes in der Tageszeitung Dagens Nyheter. Der Rechnungshof hatte das Projekt näher untersucht und ist zu einer schlechten Bilanz gekommen. Bisher sind Summen im zweistelligen Euro-Bereich in das Projekt geflossen.

Es sei jedoch zu bezweifeln, ob sich diese Investitionen nicht einmal nach 50 Jahren auch wirklich auszahlen würden. Die Regierung habe zu sehr auf die Bedürfnisse der Branche gehört und die Belange der Hörer missachtet. Die Anschaffung eines digitalen DAB-Empfängers koste viel Geld und bringe wenig Vorteile. Die Sprecherin verweist auch auf die uneinheitliche Lage in Europa.

Der Rechnungshof sieht daher erhebliche Risiken bei einer Umstellung auf DAB und empfiehlt das UKW-Netz zu behalten. Dann könnten auch Hörer, die sich kein neues Gerät leisten könnten, weiter Radio hören.