Schwedendemokraten umwerben Familien

Mit einer stärkeren Konzentration auf soziale Fragen wollen die Schwedendemokraten ihr Profil erweitern und neue Wählergruppen erreichen.

Das hat Parteichef Jimmie Åkesson am Mittwoch auf der Politikerwoche in Almedalen betont. Bislang hätten sich die Schwedendemokraten vorwiegend auf "harte"Themen wie Einwanderungspolitik, Kriminalpolitik und Wirtschaftsfragen konzentriert. Dies sei möglicherweise auch ein Grund für ihre vergleichsweise geringe Attraktivität unter Frauen. Für weiteres Wachstum seiner Partei, die Åkesson als sozialkonservativ charakterisierte, sei mehr "politische Tiefe und Breite" vonnöten.

In Almedalen präsentierte Åkesson eine Reihe von Vorschlägen im Bereich der Familienpolitik. So sollen mehr Ausbildungsplätze für Hebammen geschaffen und der Kranken-Karenztag für Vorschulangestellte abgeschafft werden. Eltern von Kleinkindern sollen das gesetzlich verbriefte Recht auf Halbzeitarbeit erhalten. Die Gruppengröße in Kitas soll auf maximal 15 Kinder pro Gruppe gesenkt werden.

Die Schwedendemokraten haben in den vergangenen Monaten stetig Wählersympathien gewinnen können. Bei der jüngsten Novus-Umfrage vom Wochenbeginn erreichten sie 16,4 Prozent. 

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