Asylpraxis

Identitätsprüfung verursacht Aktenstau

Das schwedische Amt für Migration versinkt immer tiefer in einer Flut von nicht abgeschlossenen Asylantragsverfahren.

Das berichtet Dagens Nyheter. Danach lagen allein im Juni mehr als 15.000 Asylgesuche vor, die bereits im Vorjahr von Menschen aus Syrien und unbekannter Herkunft gestellt worden waren.

Seit 2012 werden bei einem Asylantrag die Personalien des Antragstellers geprüft. Von den im Vorjahr rund 60.000 geprüften Dokumenten hatten sich dabei sechs bis sieben Prozent als ganz oder teilweise gefälscht erwiesen.

Allerdings ist die Identitätsprüfung mit einem hohen Bearbeitungsaufwand verbunden, so dass die Anzahl der Sachbearbeiter nicht mehr ausreicht.

Ein Antragsverfahren dauert derzeit durchschnittlich zehn Monate. Das Migrationsamt hat angekündigt, Personal aufzustocken und die Durchlaufzeit der Asylverfahren dadurch wieder zu verkürzen.

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