Abkommen mit Griechenland

Gemischte Gefühle in Schweden

Schweden hat auf die Einigung der Euroländer mit Griechenland zumeist erleichtert reagiert.

Der Chefökonom der Stockholmer Handelskammer, Andreas Hatzigeorgiou befindet sich zurzeit auf Rhodos und begrüsst die Übereinkunft im Schwedischen Rundfunk:„Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es geht um Einsparungen, um schwarze Zahlen im Haushalt und um Steuererhöhungen. Kernpunkt aber ist, dass Reformen durchgeführt werden, damit Griechenland wieder wettbewerbsfähig wird.“

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven war am Sonntag bereit gewesen, zu dem ursprünglich anberaumten EU-Sondergipfel in Brüssel zu fahren. Dieser wurde jedoch eingestellt. Da Schweden nicht Mitglied der Euro-Zone ist, hat das Land auch nicht an den Beratungen mit Griechenland teilgenommen.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Jonas Sjöstedt, hat dagegen bedauert, dass die griechische Regierung unter dem Linksbündnis Syriza gezwungen wurde, von ihren Zielen abzulassen:

"Das ist ein Abommen, dass die EU Griechenland in den letzten fünf Jahren aufgezwungen hat. Das bedeutet, dass das griechische Volk noch mehr Einsparungen und Privatisierungen und damit Entbehrungen hinnehmen muss. Das wird dazu führen, dass es für Griechenland in Zukunft noch schwieriger werden wird, seine Schulden zu zahlen"

Schlimm sei auch, dass die schwedische Regierung den Kurs der EU unterstütze: „Diese Politik verschlimmert doch nur die wirtschaftliche Krise. Bezahlen müssen ganz und gar die normalen und armen Menschen,“ so Sjöstedt.

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