Konflikt mit Russland

Angst vor Konflikt: Russland stoppt Kunstausstellung in Stockholm

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Aus Sorge vor Beschlagnahmungen in Folge des Yukos-Rechtsstreits haben russische Behörden eine geplante Kunstausstellung in Stockholm gestoppt.

In Zusammenarbeit mit dem Russischen Museum in St. Petersburg sollten Werke von Marc Chagall und zeitgenössischen russischen Malern ab kommendem Samstag im Millesgården nördlich von Stockholm gezeigt werden. Aus Sorge darum, dass schwedische Behörden die Werke in Verbindung mit dem Yukos-Fall beschlagnahmen würden, hätten die russischen Behörden dem Museum empfohlen, die Ausstellung einzustellen, sagte der Museumsdirektor Wladimir Gusyev der russischen Nachrichtenagentur TASS.

Manche der Ausstellungsstücke befinden sich im Besitz von Teilhabern des heute insolventen Ölkonzerns Yukos, dem der mittlerweile begnadigte Oligarch Michail Chodorkowski vorstand. Die Ständige Schiedsinstanz in Den Haag hatte den russischen Staat zu Schadenersatzzahlungen in Höhe von fast 50 Milliarden Dollar an frühere Teilhaber des Ölkonzerns verurteilt.

Ohne Garantien, dass die Werke in Stockholm nicht beschlagnahmt würden, wollte das russische Museum die Ausstellung nicht durchführen, sagte Onita Wass von Millesgården gegenüber Radio Schweden. „Mit der Garantie sollten wir uns verpflichten, dass die Werke juristisch immun sind. Dies ist aber nicht möglich in Schweden, wo die Gerichte unabhängig von den Behörden agieren“, so Wass.

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