Öresundsbron
Übergang nach Schweden (Foto: Karin Olsson Bendix/Sveriges Radio)
Flüchtlinge nach Europa

Fluchthelfer an der schwedischen Grenze festgenommen

Die schwedische Grenzpolizei hat in der Nacht zum Dienstag fünf Personen festgenommen, nachdem sie versucht hatten, Flüchtlinge in ihren Privatautos nach Schweden zu bringen.

Seit vergangener Woche sind insgesamt 15 Personen gestoppt worden, sagte ein Sprecher der Malmöer Polizei der Nachrichtenagentur TT. Sie seien in Privatautos unterwegs gewesen und hätten etwa 25 Flüchtlingen und deren Kindern über die Öresundbrücke nach Schweden verholfen, so der Sprecher. Bei den Festgenommenen handle es sich sowohl um Personen, die aus Gewinninteresse handeln, als auch um solche, die idealistische Beweggründe hatten. 

Etwa 300 in Dänemark erfasste Flüchtlinge sind laut Angaben der dänischen Polizei nicht mehr auffindbar. Viele seien vermutlich mittlerweile nach Schweden gelangt.  

Die dänischen Behörden hatten zuvor einen Autobahnabschnitt gesperrt um zu verhindern, dass Flüchtlinge auf eigene Faust über die Öresund-Brücke nach Schweden gelangen. Am Dienstagmorgen war die Autobahn wieder offen, etwa 200 der Flüchtlinge wurden in einer Sporthalle in Rödby kurzzeitig untergebracht. Auch die Kontrollen an der Grenze zu Deutschland wurden verstärkt. Dänemark komme damit seinen internationalen Verpflichtungen nach, sagte Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen.

Gleichzeitig erreichten zum Montagabend mehr als 200 Flüchtlinge den Zentralbahnhof von Malmö, mehrere fuhren anschließend weiter Richtung Göteborg oder Stockholm. Um eine problemlose Weiterfahrt zu ermöglichen, hat die schwedische Bahngesellschaft SJ die Regelung außer Kraft gesetzt, dass zu Fahrkarten ein gültiger Ausweis vorgezeigt werden muss. Billigere Fahrkarten seien eigentlich nicht übertragbar und mit Namen versehen – für diese werde die Ausweispflicht außer Kraft gesetzt, damit die Flüchtlinge die billigeren Fahrpreise ausnutzen könnten, sagte eine SJ-Sprecherin der Zeitung ETC.

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