Foto: Sandor Ujvari / MTI via AP / TT
Flüchtlinge in Budapest Foto: Sandor Ujvari / MTI via AP / TT
Flüchtlinge in Europa

Kein Flüchtlings-Sonderabkommen mit Dänemark

Schweden wird nicht die Dublin-Verordnung umgehen, um Flüchtlingen von Dänemark aus die Einreise nach Schweden zu ermöglichen.

Ministerpräsident Löfven betonte am Mittwoch, dass ein Sonderabkommen mit Dänemark nicht zustande kommen werde. Die Regeln seien, wie sie eben seien. In dem Land, in dem man ankäme, müsse man sich auch registrieren, so Löfven.

Dänemarks Migrationsministerin Inger Støjberg hatte zuvor ein Sonderabkommen mit Schweden vorgeschlagen, mit dem die Dublin-Verordnung umgangen und Flüchtlingen, die nach Schweden weiterreisen wollen, freie Fahrt gewährt wird. Von schwedischer Seite wird betont, dass Kontakte auf Staatssekretär-Ebene zwischen den beiden Ländern bestünden, dass aber in Schweden die Migrationsbehörde für solche Beschlüsse zuständig sei. Die Regierung könne derartige Abkommen also nicht abschließen, sagte Erik Boman, Sprecher im Migrationsministerium, der Nachrichtenagentur TT.

Mehrere hundert Flüchtlinge hatten in den vergangenen Tagen versucht, auf eigene Faust und teilweise zu Fuß von Dänemark aus über die Öresund-Brücke nach Schweden zu gelangen. Die dänische Polizei hatte die Flüchtlinge an der Überquerung gehindert und kurzzeitig einen Autobahnabschnitt gesperrt. Am Mittwoch hatten etwa 200 Flüchtlinge im Fährhafen Rödby sich geweigert, einen Zug zu verlassen, weil sie lieber nach Schweden weiterfahren wollten.

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