Asylsuchende kommen im Hafen Göteborg an (Foto: Adam Ihse/TT)
Asylsuchende kommen im Hafen Göteborg an (Foto: Adam Ihse/TT)
Flüchtlingskrise

Angst vor Registrierung in Schweden: Asylsuchende drohten mit Sprung von Fähre

Zahlreiche Asylsuchende kommen seit Donnerstag aus Deutschland vor allem per Fähre nach Schweden. 

Zwar kommen nach wie vor die meisten Asylsuchenden in Malmö an, berichtet der Schwedische Rundfunk unter Berufung auf die Einwanderungsbehörde. Mehrere hundert Asylsuchende sind jetzt aber auch mit Fähren nach Göteborg und Trelleborg unterwegs beziehungsweise bereits in den dortigen Häfen eingetroffen.

Am Donnerstagabend hatten nach Berichten der Nachrichtenagentur TT Küstenwache und Rettungsdienst in den Hafen von Trelleborg gerufen werden müssen, nachdem Asylsuchende gedroht hatten, von der Fähre ins Wasser zu springen. Anlass war laut einem Sprecher der Küstenwache die Furcht, in Schweden registriert zu werden. Die Betreffenden gaben als Ziel stattdessen Norwegen und Finnland an. Ein Sprecher der Einwanderungsbehörde sagte TT, man zwinge niemanden, Fingerabdrücke zu hinterlassen oder in Schweden um Asyl anzusuchen. Man versuche, "menschlich zu handeln". Wie die Gerüchte über erzwungene Registrierungen entstanden seien, könne er nicht sagen.

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