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Här i luckan i entréhallen registrerar sig runt hälften av alla som söker asyl i Sverige. Foto: Samuel Larsson/Sveriges Radio.
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Die Hälfte aller Antragsteller kommt zur Migrationsbehörde in Malmö (Foto: Samuel Larsson/Sveriges Radio)
Manifestationen Regufees Welcome i Malmö. Foto: Anna Bubenko/Sveriges Radio.
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Kundgebung mit 4.000 Teilnehmern in Malmö am Sonntag (Foto: Anna Bubenko/Sveriges Radio)
Ankunft in Schweden

Flüchtlingsstrom hält an

"Wir versuchen unser Bestes"
2:46 min

Am Wochenende sind erneut rund 500 Flüchtlinge aus Deutschland in den südschwedischen Städten Malmö und Trelleborg eingetroffen. Der Druck auf den Behörden ist inzwischen so groß, dass viele Flüchtlinge zügig mit dem Bus in andere Kommunen weitergeschickt werden.

Während Deutschlands Innenminister de Maiziere davor warnt, dass die freundliche Stimmung gegenüber den Flüchtlingen kippen könnte, überwiegt in Schweden noch die „Refugees welcome"-Haltung. Erneut gab es Kundgebungen am Wochenende. In Malmö etwa versammelten sich 4.000 Menschen, um für eine humane Flüchtlingspolitik zu demonstrieren.

Malmö ist die Stadt, die von der Flüchtlingswelle am stärksten betroffen ist. Die Anlaufstelle der Migrationsbehörde hat rund um die Uhr geöffnet - und rund um die Uhr zu tun. 3.000 Flüchtlinge beantragen derzeit wöchentlich Asyl in Schweden. Die Hälfte von ihnen tut dies in Malmö.

„Willkommen in Schweden" und „Salam aleikum" begrüßt der Behördenmitarbeiter die Neuankömmlinge. Maruan und seine schwangere Frau Lujein aus Syrien sind richtig gerührt von den freundlichen Worten. „Das wäre doch nicht nötig gewesen", sagt Maruan im Schwedischen Rundfunk. „Toll, dass er es trotzdem gemacht hat." „Wir versuchen unser Bestes", meint Behördenmitarbeiter Måns. „Viele reagieren so erleichtert, dass sie weinen. Sie stellen fest, dass sie endlich angekommen sind."

Angst vor Registrierung

Längst nicht alle sehen jedoch Schweden als ihr Ziel. Dass es keinen Zwang zur Registrierung gibt, erleichtert die Weiterreise in die neuen Wunschländer Finnland und Norwegen.

Einer, der in Schweden bleiben will, ist der Mittzwanziger Ahmad. Seine Flucht aus Syrien führte ihn über die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungern und Österreich. Von dort nahm er den Zug nach Deutschland, floh allerdings vor den Behörden, die ihn dort registrieren wollten. Die Reise ging weiter nach Dänemark. Auch den dortigen Beamten, die seine Fingerabdrücke wollten, entkam Ahmad.

„Einigen von uns gelang die Flucht", erzählt Ahmad Radio Schweden. „Wir machten uns zu Fuß auf den Weg nach Schweden. Plötzlich wurden wir gestoppt und es kam zu Gewalttätigkeiten. Wir wurden in ein Hotel gebracht, aber von da konnte ich abhauen und weiter nach Schweden gehen. Und nun bin ich hier."

Unbekannte warnen vor schwedischer Polizei

Der schwedischen Polizei zufolge kursieren in den sozialen Medien inzwischen Gerüchte, wonach die Behörden in Schweden schlecht mit Flüchtlingen umgingen. Demnach werden vor allem unbegleitete Flüchtlingskinder dazu aufgerufen, sich nicht registrieren zu lassen. Auch auf den Bahnsteigen in Stockholm sind immer wieder Schilder gesichtet worden, wonach auf Arabisch vor den Behörden gewarnt wird.

Das Gleis, auf dem die Züge aus Malmö ankommen, wird inzwischen kontrolliert. Damit soll Desinformation durch „Menschen, deren Ziele nicht bekannt sind", verhindert werden, so der Sprecher der Polizeibehörde Stockholm gegenüber Dagens Nyheter.

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