Jessica Gow/TT
Endstation Stockholm
Flüchtlinge in Europa

Löfven: Keine verstärkten Grenzkontrollen

Schweden wird vorerst nicht dem deutschen Beispiel folgen und vorübergehende Grenzkontrollen einführen.

Dies betonte Ministerpräsident Stefan Löfven. Die Regierung stehe in stetigem Kontakt mit der Polizei und habe die Lage unter Kontrolle. Gleichzeitig hat die Polizei die Bereitschaft für Grenzkontrollen erhöht, falls solche doch notwendig werden sollten, sagte ein Polizeisprecher der Zeitung Sydsvenskan. Die Vorsitzende der Konservativen, Anna Kinberg Batra, hatte am Montag verstärkte Kontrollen an der schwedischen Grenze angeregt.

Entgegen früherer Angaben betonte die Grenzpolizei, dass es nicht zwingend ungesetzlich sei, Flüchtlinge in Privatautos über die Grenze nach Schweden zu transportieren. Habe die Reise zum Zweck, dass die Person Asyl beantragen wolle, so könnten humanitäre Gründe geltend gemacht werden, so Oskar Jöberger von der Grenzpolizei gegenüber der Nachrichtenagentur TT.

Rund 100 Flüchtlinge haben die Nacht zum Dienstag vor dem Eingang zum Zentralbahnhof von Stockholm verbracht. Etwa 300 Personen hatten am Montagabend die Hauptstadt erreicht. Ein Teil habe sich an die Migrationsbehörde gewandt, andere seien nicht mehr auffindbar und seien vermutlich nach Norwegen oder Finnland weitergereist, so die Polizei.

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