Margot Wallström

Frostige Beziehungen zu Russland

Schwedens Beziehungen zu Russland sind so „abgekühlt“ wie lange nicht mehr. Dies bestätigte Außenministerin Margot Wallström der Tageszeitung Expressen nach einem Gespräch mit dem russischen Botschafter in Stockholm.

Das Außenministerium hatte Viktor Tatarintsev wegen russischer Äußerungen zur schwedischen Nato-Debatte einbestellt. Zuvor hatte eine Sprecherin des russischen Außenministeriums gesagt, dass eine schwedische Nato-Mitgliedschaft „militärpolitische und außenpolitische Folgen“ haben würde.

Sie habe dem russischen Botschafter mit klaren Worten erklärt, dass es sich um eine unakzeptable Drohung handele, so Wallström in Expressen. Weitere Details über das Gespräch wollte Wallström nicht nennen. Gleichzeitig erklärte der neue Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Micael Bydén, dass ihm weniger die Rhetorik Russlands sondern das Agieren Sorgen mache.

Bydén bezieht sich in der Wirtschaftszeitung Dagens Industri auf die zunehmende Zahl von Luftraumverletzungen vor allem durch russische Streitkräfte. In dem Gespräch war auch angeklungen, dass für Schweden die Möglichkeiten, Jas-Kampfflugzeuge an andere Länder auszuleihen, durch die neue Sicherheitslage begrenzt seien.