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Hintergrund - Exportwirtschaft

Mit Startups aus der Minikrise

Publicerat måndag 28 september 2015 kl 13.43
"Schweden ist hier Weltklasse"
(5:44 min)
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Shortcut Labs entwickeln neue Ideen (Isabelle Swahn/Sveriges Radio)
Niklas Agevikwill mit Instabridge gross rauskommen (Foto: Isabelle Swahn/Sveriges Radio)
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Niklas Agevikwill mit Instabridge gross rauskommen (Foto: Isabelle Swahn/Sveriges Radio)
Schweden Wirtschaft Expoert Michael Damberg (Foto: Screenshot/Regeringen)
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Wirtschaftsminister Damberg seiht Handlungsbedarf (Foto: Screenshot/Regeringen)
Schweden Export ((Foto: Screenshot/Regeringen)
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Schwedens Exporte (Unten) halten nicht Schritt mit der weltweiten Entwicklung (Foto: Screenshot/Regeringen)

Schweden muss Gas geben, um verlorenen Boden beim Export wieder gut zu machen, so Michael Damberg am Montag in Stockholm. Der Wirtschaftsminister kündigte deshalb ein Maßnahmenpaket seiner Regierung mit einem Umfang von umgerechnet rund 90 Millionen Euro an.

Dabei will die Regierung auch auf innovative Unternehmen setzen. Denn hier sieht sich Schweden bereits an der Weltspitze.

Michael Weinstock führt Radio Schweden durch SUP46. Die Startup-People-of-Sweden haben eine Art Bürohotel. Ein Startup ist eine neues Unternehmen, das sich gleich auf den internationalen Markt begibt, um dort Kunden und Investoren mit Geschäftsideen und Softwareentwicklungen anzulocken. Schweden ist hier Weltklasse, so die Regierung in Stockholm. Denn vielleicht mit der Ausnahme des Silicon Valley hat kaum ein anderer Standort so viele Erfolgsgeschichten vorzuweisen. Davon zeugen Skype, Spotify und Klarna mit Milliardenumsätzen.

Neue Apps

Im SUP46 sitzen 50 neue Unternehmen – alle mit der Hoffnung auf ähnliche Erfolge. Einer von ihnen ist Niklas Agevik. Er hat Instabridge entwickelt, eine App die den Zugriff auf freies Wifi erleichtern soll. Agevik erklärt, wie mit Hilfe einer Karte die vielen kostenlosen Hotspots in Stockholm dargestellt werden. User, die bereits einen Hotspot genutzt haben, teilen das Passwort mit und so wird das Einloggen für Neuankömmlinge erleichtert. Mittlerweile hat Agevik User in der ganzen Welt. Doch Agevik will hoch hinaus und genauso groß werden wie Instagram, Twitter oder Whatsapp.

„Wir haben aktuell eine Million Nutzer. Klar, Whatsapp hat 600 Millionen. Das scheint noch weit weg, doch als wir angefangen haben, waren wir nur zwei Nutzer, dann waren es 10.000, dann 100.000. Es ist also möglich.“

Stockholm hat sich als guter Nährboden für junge, erfolgreiche, international operierende Unternehmen erwiesen, meint die Chefin von SUP46, Jessica Stark: „Die Leute haben eine gute Ausbildung hier, und wir sind gut, was Design und das Technische angeht. Der Lebensstandard ist in Stockholm und auch in Schweden im Allgemeinen sehr hoch. Viele wagen deshalb den Schritt. Das Risiko, dass man auf der Straße landet, wenn man es mit seinem Startup nicht schafft, ist gering. Das soziale Netz trägt dazu bei, dass es viele einfach versuchen.“

Starke Konkurrenz

Das ist ein Pfund, mit dem auch Wirtschaftsminister Michael Damberg wuchern möchte. Denn der Minister sieht, dass Schweden auf den Exportmärkten an Boden verloren hat: „Seit der Jahrtausendwende hat sich die Konkurrenzsituation verschärft. Viele Länder haben gute Voraussetzungen durch Know-how und können hoch entwickelte Produkte und Dienstleistungen anbieten. Diese Länder haben auch gute Wachstumsstrategien. Schweden ist ein Teil dieser globalen Entwicklung. Aber wir können noch mehr tun, um noch bessere Voraussetzungen zu schaffen.“

Die Regierung will deshalb in ihrer Strategie der Exportförderung ein besonderes Auge auf innovative Unternehmen werfen. Stockholm soll die beste Startup-City der Welt werden, kündigt die Regierung auf ihrer Internetseite an.

Doch der Weg dahin ist weit. Das räumt auch Jessica Stark ein. Kapital und Talente seien nicht immer leicht zu haben. Die Konkurrenz ist schließlich international.

Handy-Fernbedienung

An der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm wird daran gearbeitet, wie man den digitalen Newcomern helfen kann. Shortcut Labs ist eine Einrichtung dort, wo Lösungen wie Flic entwickelt werden. Mit einem Knopf lässt sich das Smartphone steuern, ohne dass man es dazu in der Hand haben muss, wie Pranav Kosuri von Shortcut Labs erklärt:

„Wenn ich den Knopf an meiner Türe drücke, dann finde ich mein Telefon. Das suche ich nämlich immer, wenn ich am Morgen in aller Eile die Wohnung verlasse. Wenn ich doppelklicke, liest mir das Telefon vor, wenn der nächste Bus kommt. Und wenn ich den Knopf gedrückt halte, bekommen meine Kollegen eine SMS, dass ich zehn Minuten zu spät bin, was sehr häufig vorkommt.“

Kosuri begrüßt die Initiative der Politiker jetzt: „Es ist noch nicht perfekt in Schweden. Aber es gibt viel Positives. Behörden wie Vinnova und Almi schießen Mittel zu, die man von anderen Investoren vielleicht nicht so leicht bekäme“

Stockholm investiert

In der Organisation Stockholm Business Region arbeitet die Stadt mit der Unterstützung von neu gegründeten Unternehmen. Hier kommt auch Almi ins Spiel. Das staatliche Unternehmen investiert in Unternehmen und erhält dafür von der Regierung zusätzlich 4,5 Millionen Euro.

Karin Wanngård vom Stockholmer Stadtrat ist die verantwortliche Politikerin. Auch sie begrüßt die Initiative ihrer Regierung. Was das Ausbildungsniveau angehe, wurden in Stockholm bereits erste Schritte gemacht:

„Wir haben in den Schulen mehr Kurse für das Programmieren von Software eingeführt. Programmierer sind sehr gefragt. Auf diese Art können Politiker der Motor dieser Entwicklung sein.“

Laut Niklas Agevik boomt die Branche zurzeit in der schwedischen Hauptstadt. Neue Unternehmen entstehen fast jeden Tag. Niemand möchte den bereits schnell fahrenden Zug verpassen: „Die Leute machen das nicht nur des Geldes wegen. Ein Startup-Unternehmen zu haben, ist wie ein Rockmusiker zu sein. Immer mehr wollen ein Unternehmen gründen. Gleichzeitig strömt dadurch immer mehr Geld nach Schweden.“

Isabelle Swahn/Dieter Weiand

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