Flüchtlinge in Europa

Moralappell an private Asyl-Anbieter

Schwedens Regierung hat scharfe Kritik geäußert gegenüber den hohen Gewinnen privater Asylunternehmen.

Ministerpräsident Stefan Löfven sagte in einem Interview mit der Zeitung Dagens Nyheter: In Schweden gebe es phantastische Initiativen zugunsten von Flüchtlingen. Auf der anderen Seiten stünden Akteure, die systematisch hohe Mieten und große Gewinne einfahren.

Jüngsten Angaben zufolge stellen private Anbieter für jeden unbegleiteten minderjährigen Flüchtling monatlich bis zu 6.000 Euro dem Staat in Rechnung. Migrationsminister Morgan Johansson nannte die Situation „anstößig“. Eine gesetzliche Begrenzung privater Gewinne von Asylunternehmen schloss der Minister gegenüber der Zeitung Svenska Dagbladet allerdings aus. Stattdessen ermahnte Johansson alle Akteure, „ihren Beitrag zu leisten.“

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade ljud i menyn under Min lista