Boot mit Flüchtlingen in Griechenland  Foto: Santi Palacios/TT.
95.000 Asylbewerber bisher in diesem Jahr nach Schweden Foto: Santi Palacios/TT.
Asyl

Abzug von Entwicklungsgeldern für die Flüchtlingsaufnahme

Der Flüchtlingsstrom nach Schweden hält weiter ungebrochen an.

In der vergangenen Woche haben über 9.000 Menschen in Schweden Asyl beantragt, zwei Drittel von ihnen stammt aus Syrien oder Afghanistan. Bislang in diesem Jahr sind mehr als 95.000 Asylbewerber in Schweden angekommen, wobei mehr als ein Fünftel Minderjährige ohne Begleitung von Erziehungsberechtigten sind.

Um die Finanzierung der Flüchtlingsaufnahme zu sichern, hat Ministerpräsident Stefan Löfven am Wochenende in Erwägung gezogen, weitere Gelder aus der Entwicklungshilfe abzuziehen. Im jetzigen Haushaltsentwurf schlägt die rot-grüne Regierung bereits vor, knapp ein Fünftel von dem etwa 4,5 Milliarden Euro starken Entwicklungsetat zugunsten der Flüchtlingsaufnahme innerhalb Schwedens abzuziehen. Künftig könnten es laut dem Ministerpräsident noch mehr werden.

Löfven sagte im Schwedischen Rundfunk: Man müsse daran denken, dass Schweden die vergleichsweise größte Verantwortung in Europa trage. Schweden verfüge aber nicht überunbegrenzte Ressourcen. Der Abzug von Entwicklungsgeldern sei konform mit den Regeln der OECD, so der Ministerpräsident.

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