Krankenhaus Pflege (Foto: Erik G Svensson/TT
Nicht so viel wert? Foto: Erik G Svensson/TT)
Gewerkschaftsverband LO

Jeder kämpft für sich allein

In die bevorstehenden Tarifverhandlungen schickt der Gewerkschafts-Dachverband LO seine 14 Mitgliedsverbände diesmal separat.

Eine zentrale Koordinierung werde es nicht geben, sagte LO-Vorsitzender Karl-Petter Thorwaldsson dem Schwedischen Fernsehen. Dies sei sehr unbefriedigend. 

Hintergrund sind Forderungen nach höheren Löhnen und Gehältern bei den von allen von Frauen dominierten schlecht bezahlten Berufsgruppen, so unter Kranken- und Hilfsschwestern. Der Verband Kommunal hatte verlangt, in den diesjährigen Tarifgesprächen entsprechende Lohnerhöhungen in den Mittelpunkt zu stellen. Dies hätten die übrigen Verbände zwar im Prinzip gutgeheißen, berichtet das Schwedische Fernsehen. Auf praktische Details der Umsetzung habe man sich aber nicht einigen können.

LO-Chefunterhändler Torbjörn Johansson sprach von einem "Scheitern". In die Tarfiverhandlungen gehe der Verband nun geschwächt. Auch der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall, Anders Ferbe, bedauerte in einer Pressemitteilung die Alleingänge. Sein Verband unterstütze ausdrücklich die Forderung nach höheren Löhnen für die Hilfsschwestern. 

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