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Schulattentat in Trollhättan

Attentäter hatte rassistische Motive

Publicerat fredag 23 oktober 2015 kl 09.12
"Marschierte wie ein Militär durch die Korridore"
3:32 min
Trauer in Trollhättan (Foto: Björn Larsson Rosvall/TT)
Trauer in Trollhättan (Foto: Björn Larsson Rosvall/TT)

Der Attentäter, der am Donnerstag in einer Schule in Trollhättan zwei Menschen getötet und weitere Personen schwer verletzt hatte, hatte offenbar rassistische Motive. Dies geht nach Angaben der Polizei aus einem Schriftstück hervor, das bei der Durchsuchung seiner Wohnung gefunden wurde. Dabei handele es sich um eine Art Abschiedsbrief. 

"Daraus geht hervor, dass sein Ziel Ausländer sind und dass Schweden nicht so viele davon aufnehmen sollte", sagte Ermittlungschef Thord Haraldson dem Schwedischen Rundfunk zu den mutmaßlichen Motiven des 21-jährigen  Anton Lundin Pettersson. Schon am Morgen hatte die Polizei erklärt, man sei von rassistischen Motiven des Täters überzeugt. Zu dieser Schlussfolgerung sei man aufgrund von Funden in seiner Wohnung sowie aufgrund der Auswahl seiner Opfer gekommen. Diese hatten sämtlich einen Migrationshintergrund.


Polizei ermittelt weiter



Lundin Pettersson sei "wie ein Militär durch die Schulkorridore marschiert", sagte Thord Haraldson. "Die Polizei vernimmt derzeit weitere Zeugen und wertet Videomaterial von der Tat aus." Das Material ist laut Haraldson umfangreich und entstammt den Überwachungskameras der Schule. Das Schulpersonal hatte seit langem über eine insgesamt unsichere Situation an der Schule geklagt.

Die Polizei hatte am Donnerstag kurz nach Eingang der ersten Nortrufe den Täter durch Schüsse unschädlich machen können. Wenig später war er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

Der 15-jährige Schüler, den der Täter schwer verletzt hatte, ist am Freitag von der Intensivstation auf eine normale Krankenhausstation verlegt worden. Ein 41-jähriger Lehrer, die der Täter schwer verletzt hatte, wird weiterhin auf der Intensivstation behandelt. Sein Zustand wurde vom Krankenhaus als ernst, aber stabil bezeichnet.


Stadt in Trauer


Trollhättan ist an diesem Freitag eine Stadt in Trauer. Schon am Donnertagabend hatten sich viele Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, vor der Schule eingefunden, um Lichter im Gedenken an die Opfer zu entzünden – einen 17-jährigen Schüler und eine 20-jährige pädagogische Hilfskraft. Der junge Mann hatte sich schützend vor seine Schüler gestellt. „Furchtbar. Er war mit vielen hier in der Stadt verbunden. Es ist furchtbar, dass er gestorben ist“, sagt Samo Samou über seinen Freund. Auch an diesem Freitag besuchten viele Menschen die Schule. "Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich herkommen und erine Blume niederlegen möchte", sagte Anna-Karin, die in Vänersborg wohnt, aber in Trollhättan arbeitet.


Krisenteam aktiv


An diesem Freitag bleibt die Schule geschlossen, ebenso wie in der kommenden, der Herbstferien-Woche. Aber Psychologen und andere Helfer würden in der Schule vor Ort und erreichbar für alle sein, die  Hilfe brauchten, betonte Peter Ask, Informationschef der Kommune: "Wir werden in unserer Krisenarbeit heute auf unsere Schüler und das am stärksten berührte Personal fokussieren. So hat das Personal an der Kronan-Schule heute die Gelegenheit, mit Psychologen zu sprechen. Wir werden diejenigen auffangen, die hierher in die Schule kommen, und wir haben auch Anlaufpunkte an verschiedenen Stellen in der Stadt. Natürlich tauchen ständig eine Menge neuer Fragen auf. Es gibt viel zu tun."

 

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