Kuvassa näkyy pieni lapsi joka juoksee kameraa kohti.
Viele Flüchtlinge warten in Rostock auf die Überfahrt nach Schweden (Foto: Marcus Ericsson/TT)
Interview mit Helfer

Schwedische Kontrollen sorgen für Unruhe in Rostock

"Wir wissen, dass Schweden ziemlich lange durchhalten kann“
2:35 min

Die Nachricht, dass Schweden Grenzkontrollen einführen wird, hat unter anderem in Rostock zu Unruhe und Unsicherheit geführt. In der Hansestadt sind viele Flüchtlinge gelandet, die auf dem Weg nach Schweden sind.

Die Hilfsorganisationen sind sich noch nicht sicher, welche Regeln gelten und stehen in Verhandlungen mit den Fährgesellschaften. Ali ( ist einer von viele Freiwilligen bei der Initiative „Rostock hilft“ (#hrohilft). In einem Gespräch mit Radio Schweden bestätigt er, dass bei den Helfern nach der Meldung aus Schweden hektische Betriebsamkeit ausgebrochen ist.

Es werde wild rumtelefoniert, berichtet Ali und erzählt davon, dass auch schon 25 Flüchtlinge unverrichteter Dinge von einer Fähre zurückgekehrt seien. Das sei aber noch nicht bestätigt.

770 Flüchtlinge in Rostock

Zurzeit befinden sich laut Behördenangaben 770 Flüchtlinge in der Hansestadt, so Ali. Wie viele davon nach Schweden wollten, könne er nicht genau sagen. Seine Organisation versuche, so vielen Menschen wie möglich so schnell wie möglich zu helfen, nach Schweden zu fahren.

Im Moment (wir haben das Interview am Donnerstagvormittag geführt) wisse niemand, wie genau die Fährgesellschaften das handhaben. Es laufen aber ständig Verhandlungen: „Wir werden uns darum bemühen, dass alle Menschen, die nach Schweden reisen wollen, auch dort hin können“, so Ali.

Die Ankündigung von Migrationsminister Morgan Johansson, dass Schweden keine Unterkünfte mehr habe, habe keine große Wirkung gehabt. Für die Helfer sei Schweden die Lichtgestalt der Asylpolitik. Deshalb sei man davon ausgegangen, dass es nicht so schlimm sei: „Wenn gesagt wird Schweden kann nicht mehr, ist das deutscher Normalzustand. „Wir wissen, dass Schweden ziemlich lange durchhalten kann.“

Die Nachrichtenagentur TT hat unterdessen gemeldet, dass von 100 Flüchtlingen dort 43 abgewiesen wurden.

Dieter Weiand

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