Margot Wallström (Foto: Adam Ihse / TT)
Margot Wallström (Foto: Adam Ihse / TT)
Terror in Paris

Erneut israelische Kritik an Schweden

"Reine Feindlichkeit"
1:54 min

Aufgrund einer umstrittenen Äußerung von Außenministerin Margot Wallström hat Israel den schwedischen Botschafter einbestellt.

In einem Interview im Schwedischen Fernsehen am Tag nach den Terrorattentaten in Paris hatte Wallström einen Zusammenhang zwischen den Attentaten und dem Nahost-Konflikt hergestellt. Auf die Frage, inwieweit sie über die Radikalisierung junger Schweden, die für den IS kämpfen, beunruhigt sei, sagte die Ministerin: "Natürlich haben wir in Schweden und überall auf der Welt Anlass zu Besorgnis. ... Hier kommt man wieder auf die Situation in Nahost zurück. Dort sehen nicht zuletzt die Palästinenser, für uns gibt es keine Zukunft; wir müssen entweder eine aussichtslose Situation akzeptieren oder zu Gewalt greifen. "

"Reine Feindlichkeit"

Vom israelischen Außenministerium hieß es dazu, Wallström zeige "reine Feindlichkeit, wenn sie nahelegt, dass irgendein Zusammenhang zwischen den Terrorattacken in Paris und der komplexen Situation zwischen Israel und den Palästinensern besteht". 

Wallström wollte auf Nachfrage die Kritik nicht kommentieren, schreibt die Nachrichtenagentur TT. Das Außenministerium in Stockholm erklärte, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Die Beziehungen zwischen Israel und Schweden gelten als sehr angestrengt. Im Oktober vergangenen Jahres war der schwedische Botschafter einbestellt worden, nachdem die rot-grüne Regierung kurz nach ihrem Antritt Palästina als Staat anerkannt hatte. Darüber hinaus hatte es in jüngster Vergangenheit weitere israelische Proteste gegen offizielle schwedische Positionen gegeben.


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