Göteborgs tingsrätt. Foto: Erica Hedin/ Sveriges Radio
Vor dem Amtsgericht in Göteborg wird der Fall verhandelt werden (Foto: Erica Hedin/Sveriges Radio)
Dschihad-Reisende

Anklage gegen zwei Männer erhoben

Marianne Olsson über die Lage in Angered (Schwedisch)
0:33 min

Die Staatsanwaltschaft in Göteborg hat am Montag am Amtsgericht Anklage gegen zwei Männer wegen Terrorismus, Mord und Verbrechen gegen das Völkerrechts in Syrien erhoben.

Die Männer im Alter von 30 und 32 Jahren sollen Anhänger des IS sein und im Jahr 2013 im Raum von Aleppo zwei Menschen enthauptet haben. Die Angeklagten wurden im Juli von den Behörden festgenommen. Nach einem dritten Täter wird weiter gefahndet.

Es ist der erste Fall so genannter Terror-Reisenden, der in Schweden vor Gericht gebracht wird. Da allein die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Schweden nicht strafbar ist, gilt die Beweisführung als schwierig. Die entsprechende Gesetzgebung soll bis zum Sommer verschärft werden. Im aktuellen Fall liegen offenbar genügend Beweise vor.

Göteborg gilt als die Stadt, von der aus sich die meisten jungen Männer und Frauen dem IS anschließen. Der jetzige Prozess könnte präventive Wirkung haben, so die Verwaltungsdirektorin des Stadteils Angered, Marianne Olsson, im Schwedischen Rundfunk. Wichtig sei dabei aber auch, dass es zu Verurteilungen kommen, so der Beauftragte für Maßnahmen gegen den gewaltbereiten Extremismus in Göteborg Zan Jankowski.

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