Läkare undersöker patient med stetoskop. Foto: Bertil Ericsson/TT
Viele Ärzte in den Krankenhäusern - wenig in den Praxen (Foto: Bertil Ericsson/TT)
Untersuchungsbericht

Zu wenige Hausärzte in Schweden

"Krankenhäuser und Praxen müssen besser koordiniert werden"
1:33 min

In Schweden herrscht Ärztemangel in allgemeinen Praxen und Polikliniken. Zu diesem Ergebnis kommt der von der Regierung eingesetzte Ermittler Göran Stiernstedt.

„In keinem Land ist der Anteil an Ärzten außerhalb von Kliniken so gering wie in Schweden. Verglichen mit anderen nordischen Ländern haben die schwedischen Krankenhäuser mehr Ärzte.“

Dies führe häufig dazu, dass die grundlegende ärztliche Versorgung nicht ausreichend sei, so der Ermittler im Schwedischen Rundfunk. Stiernstedt legt seine Untersuchung in dieser Woche der Regierung vor. Darin enthalten sind auch Ratschläge zur Verbesserung der Effektivität in der ärztlichen Versorgung.

Mehr Mittel für Grundversorgung

Eine Maßnahme ist unter anderem, der ärztlichen Grundversorgung mehr Mittel zukommen zu lassen: „Wenn man neue Mittel hat, müssen diese in die Grundversorgung fließen. Dabei müssen Arztpraxen und Krankenhäuser auch besser koordiniert werden als bisher“, so Stiernstedt.

Saskia Bengtson ist Bezirksärztin in Jönköping und stimmt zu. Die Belastung der Allgemeinmediziner sei zu hoch.

„Wir haben kaum Zeit für unsere Patienten. Sie müssen lange warten und werden dann nicht lange genug betreut. Wir können die nicht Arbeit machen, wie wir sie machen wollen.“

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