UN-Gremium: Assange „willkürlich inhaftiert"

Die Prüfkommission für Menschenrechte der Vereinten Nationen beurteilt Julian Assanges dreijährigen Aufenthalt in der ecuadorianischen Botschaft in London als „willkürliche Inhaftierung“. Dies gab die Kommission am Freitagmorgen bekannt. Zudem sei der Wikileaks-Gründer zu Schadenersatz berechtigt.

Bereits am Vortag hatte der schwedische Innenminister Anders Ygeman erklärt, die Regierung werde nicht in den Rechtsstreit zwischen Julian Assange und der schwedischen Staatsanwaltschaft eingreifen. Von Seiten der schwedischen Staatsanwaltschaft hieß es, die Aussage der Kommission habe "keine formellen Auswirkungen auf die laufenden Ermittlungen" gegen Assange. 

Ermittlungen wegen Vergewaltigung

Gegen den Wikileaks-Gründer läuft in Schweden ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Vergewaltigung im Sommer 2010. Da er sich weigert, sich zu Verhören einzufinden, hat die schwedische Justiz Haftbefehl erlassen und die Londoner Polizei um Amtshilfe ersucht. Um der Festnahme zu entgehen, hält sich Assange seit 2012 in der Botschaft von Equador in London auf.

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