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Wichtiges Kreditinstitut

Swedbank-Chef muss gehen

Uppdaterat tisdag 9 februari 2016 kl 13.36
Publicerat tisdag 9 februari 2016 kl 10.10
"Das ist doch nur ein Bauernopfer"
(3:14 min)
Michael Wolf Swedbank avgående vd framför Swedbank skylt
Michael Wolf hat bei Swedbank ausgedient Foto: Magnus Hjalmarson Neideman/SvD/T

Der Chef der Swedbank, Michael Wolf, wird mit unmittelbarer Wirkung entlassen. Dies teilte der Aufsichtsrat am Dienstagmorgen mit.

Es sei an der Zeit für eine neue Leitung, die Swedbank auf ein neues Niveau heben könne, so die Mitteilung.

Wolf war in die Kritik geraten, weil er es zugelassen hatte, dass zwei Swedbank-Chefs Immobiliengeschäfte abgewickelt haben. Sie hatten offenbar Zeit gefunden, neben ihrer Tätigkeit als hohe Direktoren für Swedbank ein eigenes Immobilienunternehmen aufzubauen, das auf einen Wert von umgerechnet knapp acht Millionen Euro beziffert wird. Unter anderem soll dabei ein Kunde auch Kreditnehmer bei Swedbank gewesen sein.

Beschädigter Ruf

Einer der beiden Direktoren ist im Dezember entlassen worden. Der Vorgang, bei dem auch die Finanzaufsicht ermittelt, hat das Ansehen von Swedbank stark belastet. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Swedbank, Anders Sundström, beteuert jedoch, dass dies nicht der Hauptgrund für die Entlassung von Wolf gewesen sei.

„Das hat eine untergeordnete Rolle gespielt. Der Hauptgrund ist, dass wir ein höheres Tempo im Unternehmen wollen und näher an Kunden und Mitarbeitern sein wollen,“ so Anders Sundström im Schwedischen Rundfunk.

Michael Wolf hatte die Kündigung überrascht. Noch vor einer Woche hatte er ein positives Jahresergebnis 2015 präsentiert. Normalerweise werden bei solchen Jahresbilanzpräsentationen auch Änderungen im Personal bekannt gegeben.

Anders Sundström räumt deshalb auch Mängel ein, wie Wolf die Immobiliengeschäfte hantiert hat: „Er hätte diese Geschäfte stoppen können, wenn er das gewollt hätte. Aber das ist nicht mein Hauptargument in der Veränderung.“

Automatisierte Fond-Verwaltung

Der Ruf von Swedbank hatte auch schon zuvor gelitten. So war herausgekommen, dass ein Swedbank-Fond nicht von Managern verwaltet und betreut wurde, wie dies angekündigt war, sondern lediglich an den Aktienindex gekoppelt war. Die Bank war deshalb ins Visier des Verbandes der Aktiensparer (Aktiespararna) gekommen.

Für Albin Rännar von Aktiespararna ist die heutige Entscheidung nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung: „Eigentlich müsste Sundström gehen. Das hier ist doch nur ein Bauernopfer, Wolf zu feuern und darauf zu hoffen, dass damit der Blutdurst der Wölfe gestillt ist.“

Auf wenig Sympathien wird auch die Tatsache treffen, dass Wolf eine Abfindung von knapp 2,5 Millionen Euro erhalten wird – selbst wenn dies in der Branche üblich ist.

Wenig Verständnis für Abfindung

Für die Kleinsparerin Britti Almström, die für ihr Geld auf dem Konto keine Zinsen bekommt, ist die Höhe der Abfindung kaum nachvollziehbar: „Ich bin so sauer, weil wir nicht ein einziges Promille für unsere Einlagen bekommen“, sagt Almström dem Schwedischen Rundfunk. Sie ist deshalb auf dem Weg, ihr Geld vom Konto abzuheben.

Die Geschäfte der Swedbank wird vorrübergehend Birgitta Bonnesen leiten. Laut Angaben des Aufsichtsrates wird nach einem dauerhaften Nachfolger gesucht. Und auch für den Aufsichtsrat kündigen sich Veränderungen an. So soll der ehemalige Finanzmarktminister Peter Norman im Gespräch für einen Aufsichtsratsposten sein.

Sören Granath/Dieter Weiand

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