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Illustrationsbild elbil
Wenn es steht, braucht das Elektroauto kein Geräusch zu machen Foto: Kallestad, Gorm / TT
Autotechnik

Akustische Fahrzeug-Warnsysteme aus dem Norden

„Erleben, wie es sich an einem Fußgängerüberweg anhört“
3:09 min

In Nordschweden arbeiten Wissenschaftler daran, das zu verhindern, von dem viele träumen: geräuscharmen Verkehr. Stille Elektroautos haben sich nämlich als Bedrohung für Fußgänger und Radfahrer entpuppt – eben weil man sie oft nicht hört, wenn sie langsam näher kommen.

„Wir probieren die Geräusche, die wir entwickeln, an Testpersonen aus“, erläutert Geräuschdesignerin Anna Sirkka.


Angenehmes Klangbild

Um nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer zu schützen, hat das EU-Parlament eine Verordnung zu Fahrzeug-Geräuschemissionen herausgegeben: Autohersteller müssen bis zum 1. Juli 2019 akustische Fahrzeug-Warnsysteme in Elektro- und Hybridfahrzeuge einbauen. Autobauer mit Werken in Schweden stellen sich im hohen Norden des Landes auf die Neuerung ein. Sie beauftragen Akustiker, Fahrgeräusche für geräuschlose Autos zu entwickeln, die die anderen Verkehrsteilnehmer über Lautsprecher warnen sollen.

 

Wie sich so ein neuer Geräuschteppich in der Praxis auf den Verkehr und das Verkehrsverhalten auswirkt, ermitteln unter anderem Wissenschaftler in Luleå. Ihr Projekt wird großenteils von der schwedischen Energiebehörde finanziert.

 

An dem Projekt sind die schwedische Behörde für Wohnungswesen und Bauwesen, die Behörde für Transport und die Fahrzeugbauer Scania, Volvo und Nevs beteiligt.

 

Alltagstauglich

Die Entwickler versuchen, künstliche Geräusche zu vermeiden und möglichst angenehme Frequenzen zu wählen. In einigen Monaten werden die ersten Berichte über mögliche Verkehrsgeräusche fertig sein. Schon Ende dieses Jahres soll ein Prototyp auf die schwedischen Straßen, damit die Wissenschaftler Reaktionen und ein Feed-back auf ihre Entwicklung erhalten.

 

„Man soll erleben können, wie es sich in Zukunft zum Beispiel an einem Fußgängerüberweg anhört, oder wenn eine Autoschlange entsteht oder an einer Bushaltestelle“ erläutert Anna Sirkka. „Also an Stellen, an denen viele ungeschützte Verkehrsteilnehmer unterwegs sind.“

 

Kein Quietschen

Bis Juli 2017 soll die EU-Kommission die Anforderungen des künftigen Systems festgelegt haben. Aber auch wenn die Fahrzeugindustrie sich bei der Schaffung ihrer künstlichen Elektroautogeräusche an die Regeln hält, auch wenn die Wissenschaftler auf lästiges Piepen und Rattern verzichten - Soundforscherin Anna Sirkka befürchtet, dass die Fußgänger den Verkehrslärm in einigen Jahren als sehr diffus erleben werden:

 

„Es könnte ungefähr so werden wie mit den vielen verschiedenen Signalen von Handys.“

 

Die schwedische Organisation der Sehbehinderten hat die EU-Regeln für Geräusche von lautlosen Fahrzeugen kritisiert, weil die Fahrer der Autos diese Warngeräusche ausschalten können.

 

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