Oberbefehlshaber Micael Bydén. Foto: Anders Ljungberg / SR
General Micael Bydén. Foto: Anders Ljungberg / SR
Territorialverletzungen

Erneut U-Boot in schwedischem Hoheitsgewässer

Nach der aufsehenerregenden U-Boot-Jagd in den Stockholmer Schären im Oktober 2014 soll ein halbes Jahr später erneut ein Unterwasserfahrzeug gesichtet worden sein.

Das berichtet die Tageszeitung Dagens Nyheter am Freitag. Das Periskop des angeblichen U-Bootes sei im Frühjahr 2015 im Rahmen einer Übung der schwedischen Marine östlich des Leuchtturms Vindbåden gesichtet worden. Das fragliche Gebiet liegt in den Außenschären östlich der Insel Ornö, aber noch auf schwedischem Territorialgebiet.

Periskop beobachtet

Personal einer schwedischen Korvette gab zu Protokoll, mehrere Sekunden lang ein Periskop gesehen zu haben, das sich oberhalb der Wasserlinie in verschiedene Richtungen bewegt habe. Zunächst hätten die Matrosen die Anwesenheit eines schwedischen U-Bootes vermutet, was sich nach umfassenden Kontrollen jedoch als falsch erwiesen hatte.

Stufe 2

Die Beobachtungen wurden von der Marine als zweithöchste Stufe auf einer sechsgradigen Wahrscheinlichkeitsskala eingeordnet. Die U-Boot-Observationen im Herbst 2014 waren ebenfalls als Stufe zwei definiert worden. Die Marine hat die Regierung über die Beobachtungen informiert.

Oberbefehshaber bestätigt

Jede einzelne Observation feindlicher Unterwassertätigkeit unterliegt der Geheimhaltung. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, General Micael Bydén, hat gleichwohl gegenüber Dagens Nyheter Anfang diesen Jahres in allgemeinen Worten bestätigt, es sei nach der U-Boot-Jagd 2014 erneut zu „Observationen“ gekommen.

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