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Minoritetsspråk
Grafik: Sveriges Radio
Offizielle Minderheiten

Muttersprachen-Unterricht reicht nicht

"Wir haben Lehrermangel"
2:54 min


Schweden hat fünf offizielle Minoritätsgruppen: die Samen, die Finnen, die Tornedalsfinnen, die Juden und die Roma. Sie alle haben einen gesetzlichen Anspruch auf Muttersprachenunterricht in ihren Sprachen. Eine selbst gesetzte Aufgabe, die Schweden bislang nie ausreichend erfüllt hat.

„Ich hätte gerne mehr Unterricht in meiner Muttersprache“, sagt Leonardo Wisniewski. „Wir haben eineinhalb Stunden in der Woche, Spätnachmittags nach dem anderen Schulunterricht. Dann ist man schon müde und möchte am liebsten schlafen.“ Der junge Roma aus Göteborg formuliert, was viele Angehörige der fünf offiziellen Minderheiten empfinden. Die vom Reichstag 2010 eingeführten Maßnahmen zur Förderung der Sprachentwicklung der Minderheiten, darunter ein Anspruch auf regelmäßigen Sprachunterricht für Schulkinder, funktionieren schlecht. 

Nur eine Stunde Muttersprachunterricht

Eine Umfrage der finnischen Redaktion des schwedischen Rundfunks belegt, dass so gut wie sämtliche Kommunen in Schweden im Schnitt gerade einmal eine Stunde muttersprachlichen Unterricht pro Woche anbieten.

Viel zu wenig und viel weniger, als die Expertengruppe für Minderheiten beim Europarat empfiehlt, erklärt Jarmo Lainio, Professor an der Stockholmer Universität und Mitglied der Expertengruppe: „Wir empfehlen den Ländern ein Mindestniveau. Schweden bewegt sich weit darunter, deswegen hat der Europarat das Land bereits acht Mal schriftlich gerügt. Gut wären 4-5 Wochenstunden, 3-4 Stunden sehen wir als eine Art Minimum, wenn so ein Unterricht überhaupt irgendeinen Sinn machen soll“, so Lainio.

Problembewusstsein beim Minister

Schulminister Gustav Fridolin, selbst ausgebildeter Lehrer, sieht das Problem durchaus. Doch sei Schweden in einer Zwickmühle: „Der Grund, warum wir nicht mehr Muttersprachunterricht für Minderheiten anbieten ist ganz einfach großer Lehrermangel. Wir haben sofort versucht zu agieren, unter anderem, indem wir Fernunterricht anbieten, damit Schüler aus Minderheiten überall im Land Kontakt zu den Muttersprachlehrern bekommen können. Wir haben Geld veranschlagt, um Lehrmittel zu entwickeln, damit wir den Lehrern die Arbeit erleichtern können.“

Doch er gesteht zu, dass die Maßnahmen nicht ausreichen. Möglicherweise muss die Verantwortung von den Kommunen an staatliche Stellen verlagert werden. Dazu hat die Regierung zunächst eine Studie in Auftrag gegeben. „Wir müssen untersuchen, ob wir das Regelwerk ändern müssen, um die Anforderungen des Europarates erfüllen zu können.“

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