Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på https://kundo.se/org/sverigesradio/
Die schwedische 1500-Meter-Läuferin Abeba Aregawi ist wegen Doping vorläufig für die Olympischen Spiele in Rio gesperrt.  Arkivbild: Abeba Aregawi.
Abeba Aregawi darf nicht für Schweden starten Foto: Jessica Gow/TT
Doping

Ex-Weltmeisterin Aregawi gesperrt

„Ein trauriger internationaler Fall“
2:44 min

Der schwedische Leichtathletikverband (SFIF) hat die 1500-Meter-Läuferin Abeba Aregawi vorläufig für die Olympischen Spiele in Rio gesperrt. Im Blut der 25-Jährigen wurden bei einem Dopingtest im Januar in Äthiopien „verbotene Substanzen“ nachgewiesen.

Nach Angaben des medizinischen Experten der Dopingkommission des Leichtathletikverbandes, Åke Andrén-Sandberg, enthält die A-Probe von Abeba Aregawi Spuren der verbotenen Substanz Meldonium.

 

Neu auf der Dopingliste

Als Medikament soll Meldonium die Durchblutung fördern und zur Behandlung von Herzerkrankungen geeignet sein. Sportler, die mit dem Wirkstoff erwischt werden, müssen nach Beschluss der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) seit dem 1. Januar 2016 mit einer Suspendierung von vier Jahren rechnen.

Die WADA stellte im Jahr 2014 einen hohen Missbrauch von Meldonium in verschiedenen Sportarten fest. Die Athleten greifen auf die Substanz zurück, um ihre körperliche Ausdauer zu verbessern, so die gängige Expertenmeinung.

 

Der schwedische Experte für Dopingfälle, Arne Ljungqvist, kommentiert im Schwedischen Rundfunk:

 

„Das ist immer traurig, wenn so etwas vorkommt. Sowohl für Schweden als auch international, schließlich ist Aregawi ein Weltstar, egal wo sie lebt und für wen sie startet.“

 

 

Läuft für Schweden

Abeba Aregawi ist Freiluftweltmeisterin von 2013 und Hallenweltmeisterin von 2014 über 1500 Meter. Bis zu ihrer Suspendierung war sie eine der ganz großen schwedischen Goldhoffnungen für die Olympischen Sommerspiele in diesem Jahr.

 

Die Mittelstreckenläuferin hatte 2012 noch für ihr Heimatland Äthiopien an den Olympischen Spielen in London teilgenommen. Danach wechselte sie zu Schweden über und holte bei der Weltmeisterschaft 2013 in Moskau über 1500 m in 4:02,67 Minuten Gold.


Obgleich Aregawi also für Schweden startet, lebt und trainiert sie hauptsächlich in Äthiopien.

 

Arne Ljungqvist bedauert, dass der schwedische Leichtathletikverband Aregawis Tun und Lassen nicht besser begleitet hat.

 

„Wenn ich das richtig verstehe, hat sie ja so gelebt, dass der schwedische Sportverband sich nicht so richtig um sie kümmern konnte.“

 

Abeba Aregawi gehört zum Stockholmer Verein Hammarby. Dessen Vorstand zerbricht sich nun zusätzlich den Kopf über eine rechtliche Frage: Die erfolgreiche Läuferin scheint bei ihrem Antrag auf die schwedische Staatsbürgerschaft falsche Angaben über ihren Wohnsitz gemacht zu haben, schreibt die Zeitung Expressen. Außerdem hatte sie die Scheidung von ihrem schwedischen Ehemann, Henok Weldegebriel, lange geheim gehalten.

 

Die Hoffnungen der Schweden auf eine Goldmedaille bei den nächsten Olympischen Spielen jedenfalls sind deutlich gesunken.

Mer om Profile

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".