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Attentat auf Wahllokal: Schweden bleibt gelassen

Das Attentat auf ein irakisches Wahllokal im Stockholmer Vorort Kista sorgt weiter für Diskussionen. Stehen die Täter wirklich der Terrororganisation al Qaida nahe, wie in einem Bekennerbrief behauptet? Und tut die Geheimpolizei recht daran, dem Thema so wenig Beachtung zu widmen? Über letztere Frage ist inzwischen ein lautstarker Streit innerhalb der Polizei entbrannt.

Die Wahlen ernsthaft zu stören, gelang den Tätern nicht. Zehntausende hier und im übrigen Skandinavien lebende irakische Staatsbürger nutzten die Möglichkeit und nahmen teils lange Reisen Kauf, um in den Wahllokalen in Göteborg und Stockholm ihre Stimme in der historischen irakischen Parlamentswahl abzugeben.

Und entsprechend gelassen sieht man den Vorfall offenbar überhaupt in Schweden. Während die Nachricht von dem Brandanschlag und seiner eventuellen Kopplung an al-Qaida im Ausland grosse Aufmerksamkeit auslöste, teilte die schwedische Geheimpolizei Säpo umgehend mit, sie sehe sich in dieser Sache nicht zuständig. Mit der Bitte um Rückmeldung für den Fall interessanter Ergebnisse überliess man die Ermittlungen den lokalen Polizeiorganen.

Die in Sachen Terrorismus völlig unerfahrene Polizeiabteilung Stockholm West muss sich nun mit den aufgeregten Fragen ausländischer Medien zum Thema Schweden und Terror herumschlagen. Ein Sprecher der Abteilung nannte das Verhalten der Säpo „höchst unprofessionell“. Der Fall gehöre eindeutig auf den Tisch der Geheimdienste, sagte der Sprecher und verwies darauf, dass in Schweden inzwischen an die 70.000 Iraker leben. Damit sei der Irak mitsamt seinen Problemen hier massiv präsent – auch mit der Gefahr von Anschlägen. Darauf müsse sich die Geheimpolizei einstellen.

Diese aber zeigt weiterhin an dem aktuellen Fall kein sonderliches Interesse. Und auch Staatswissenschaftler wiegeln ab. Der Terrorexperte Magnus Ranstorp etwa sagte der Nachrichtenagentur TT, seiner Meinung nach lasse der Brief nicht auf ein organisiertes Netzwerk schliessen. Unter anderem sei das verwendete Logo schon in anderen Schriften aufgetaucht und simpel zu kopieren. Kein Anlass zur Sorge also offenbar – jedenfalls vorerst nicht.

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