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Olofsson fordert Globalisierungskommission

Publicerat onsdag 4 januari 2006 kl 14.33

Neue Absatzmärkte sind die eine Seite der Globalisierung. Billigkonkurrenz die andere. Auch Schweden sucht derzeit seinen Platz im globalen Dorf. Geht es nach dem Willen der Chefin der Zentrumspartei, Maud Olofsson, dann muss die Politik dem Land dabei kräftig unter die Arme greifen, um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen. Deswegen fordert Olofsson nun die Einrichtung einer ständigen Globalisierungskommission.

Zu lange habe die schwedische Politik einfach nur tatenlos zugesehen, wie die Bürger und die Firmen des Landes sich auf dem globalisierten Markt schlagen. Daher sei es nun höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert, meint Maud Olofsson:

„Die Unternehmen haben jeden Tag mit der Globalisierung zu kämpfen, auch die Arbeitnehmer, auch die Forschung. Nur die Politik setzt sich nicht mit dem Thema auseinander. Wir brauchen also eine grundlegende Untersuchung zu den Effekten der Globalisierung und zur Frage, was die Politik tun kann, damit wir schwedischen Unternehmen den Wettbewerb erleichtern.“

Vorbilder Dänemark und Finnland 

Die Zentrumschefin verweist in diesem Zusammenhang auf die Nachbarländer Dänemark und Finnland. Dort hätten die Regierungen ständige Globalisierungsräte eingerichtet, in denen auch der Ministerpräsident vertreten ist. Ein ähnliches Gremium – bestehend aus Forschern, Arbeitgebern und Gewerkschaftlern - sei auch in Schweden möglich. Das Gremium könnte seine Vorschläge an die Politik weiterleiten, wie man das Land auf diversen Ebenen für den globalen Wettbewerb fit mache, argumentiert Olofsson:

„Wir müssen erkennen, dass jeder Mensch gute Ideen hat, die der Gesellschaft Nutzen bringen. Aber sowohl die Gesellschaft als auch die Politik muss ein Klima schaffen, in dem solche Ideen zu Wohle unseres Landes honoriert werden.“

Mehr als nur Bildung 

Das oft angeführte Argument, allein hoch qualifizierende Bildung wappne rohstoffarme Länder wie Schweden gegen internationale Konkurrenz, lässt die Chefin der Zentrumspartei nicht gelten. Globalisierung sei vielmehr eine Herausforderung für alle Bereiche von Gesellschaft und Politik, betont Olofsson:

„Eine Regierung muss dafür arbeiten, dass das Land im weltweiten Wettbewerb bestehen kann. Daran müssen alle Ministerien mitarbeiten, vom Wirtschafts- übers Bildungs- bis hin zum Handelsministerium.“

Auf ein Globalisierungsgremium muss die Oppositionspolitikerin womöglich nicht einmal bis zum möglichen Regierungswechsel im Herbst warten. Selbst der amtierende Ministerpräsident Göran Persson hat beim vergangenen EU-Gipfel auf die Notwendigkeit eines solchen Gremiums hingewiesen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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