Rekordgewinn für Ericsson

Für Telekommunikations-Konzern Ericsson geht es berauf. Im vierten Quartal 2005 erzielte das Unternehmen mit einem Reingewinn von umgerechnet 741 Millionen Euro das beste Ergebnis seiner Geschichte. Damit liegt das Rekordresultat über 52 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresresultat. Anlass für Ericsson und die Aktionäre, positiv in die Zukunft zu schauen.  

Mit seinem Rekordgewinn im vierten Quartal blieb Ericsson nur knapp unter den Erwartungen. Der Gewinn für das gesamte Jahr 2005 liegt bei 3,56 Milliarden Euro. Damit ist der grösste Netzausrüster der Welt wieder bei seinen Bestleistungen von 2000 angekommen. Besonders für Konzernchef Carl-Henrik Svanberg Anlass zur Freude. Bei der Prognose bleibt Svanberg trotzdem zurückhaltend.

„Unsere Prognose ist dieselbe wie vorher. Mit moderatem Zuwachs meinen wir fünf bis zehn Prozent. Analysten lagen an der unteren Grenze dieser Spanne, aber wir meinen, das ist ein realistisches Ergebnis für die Branche.“

Starke Wachstumsphase

Ericsson ist laut Carl-Henrik Svanberg gut auf dem Mobilfunkmarkt aufgestellt. Auf Europa, Asien, Amerika sowie Afrika mit dem Nahen Osten verteilt sich jeweils ein Viertel des Verkaufs. Die Negativschlagzeilen der vergangenen Monate über Ericsson hält Svanberg für übertrieben.

„Wir befinden uns in einer starken Wachstumsphase. Im vergangenen Jahr konnten wir 450 Millionen neue Handynutzer gewinnen, soviel wie nie zuvor. Auch der Ausbau des 3G-Netzes läuft gut. Doch in der Branche gibt es starke Konkurrenz. Wir bei Ericsson müssen für unseren Erfolg kämpfen und können nichts für gegeben hinnehmen.“

Der sensationelle Quartalsgewinn freut auch die Aktionäre. Die Gewinnausschüttung liegt bei 750 Millionen Euro. Damit stieg sie gegenüber dem Vorjahr mit umgerechnet 4,8 Cent je Aktie um das Doppelte.

Kaum neue Arbeitsplätze

Nach mehrjährigen hohen Verlusten hatte Ericsson unter Svanberg die Beschäftigtenzahl von über 100.000 auf derzeit gut 60.000 gesenkt. Im Handy-Bereich fusionierte Ericsson mit Sony. Stattdessen konzentrierte sich der Hersteller von Netzwerktechnik auf den Verkauf von Mobilfunknetzen.

Trotz des erfreulichen Jahresabschlusses werde die Zahl der Angestellten jedoch nicht spürbar steigen, sagte Konzernchef Svanberg:

„Da wir ständig rationalisieren und bessere Lösungen für unsere Produkte entwickeln, wird es keinen starken Zuwachs an Jobs geben. Wir werden nur an die 500 bis 1000 Mitarbeiter in Schweden neu anstellen.“

Liv Heidbüchel

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".