Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på https://kundo.se/org/sverigesradio/

Bandy fasziniert durch Schnelligkeit und Schlichtheit

In diesen Tagen wird in Stockholm die Bandy-Weltmeisterschaft abgehalten. Bandy ist zwar in Deutschland noch nahezu unbekannt, doch in Schweden gehört es zu den wichtigsten und beliebtesten Wintersportarten. Kein Wunder, dass das schwedische Nationalteam auch bei dieser WM zu den haushohen Favoriten zählt. Radio Schweden über einen Sport, der vielleicht in einigen Jahren olympisch wird.

Deutschland mag seine Fussball-WM haben - die Schweden sind mindestens ebenso begeistert über ihre Bandy-Weltmeisterschaft. Ein beträchtliches Medienaufgebot verfolgt die Spiele. Radio, Fernsehen und Zeitungen halten die Fans ununterbrochen auf dem Laufenden.

Bandy ist zwar vor allem in der Provinz populär, doch die Entscheidung, das Turnier in der Hauptstadtregion auszutragen, habe sich als richtig erwiesen, meint Leif Carlheimer, Organisator der WM: „Seit dem Aufstieg der Mannschaft Stockholm-Hammarby ist es nichts Ungewöhnliches mehr, dass Bandy auch in der Hauptstadt gespielt wird. Seit ungefähr sieben Jahren hat das Team die grösste Fangemeinde in ganz Schweden. Die sind ein richtiger Publikumsmotor für den Sport.” 

Der Siegeszug des Bandy ist nicht mehr aufzuhalten. Seine Ursprünge hatte diese Mischung aus Fussball und Hockey in England, seit 1895 wird Bandy auch in Schweden gespielt - mit zunehmendem Erfolg. Mit bislang acht Weltmeistertiteln gilt Schweden heute weltweit als Bandy-Nation Nummer zwei. Erfolgreicher waren nur die Russen mit schier uneinholbaren 16 Titelgewinnen.

Russland, Schweden und Finnland
machen Titel unter sich aus 

Deswegen gilt beim aktuellen Turnier in Stockholm als sicher, dass der Titel wie gewöhnlich unter den Topnationen Russland, Schweden und Finnland ausgemacht wird. Doch neue Teams kommen allmählich hinzu, nicht nur aus Europa, sondern auch aus Kasachstan oder der Mongolei. Da verwundere es also nicht, so in Stockholm eine unerwartet hohe Zahl ausländischer Journalisten für das Turnier akkreditiert sei, meint Organisator Leif Carlheimer:

„Allzu viele ausländische Fans sind nicht da. Dafür aber doppelt so viele ausländische Journalisten. Und dadurch, dass sie über das Turnier berichten, wächst auch das internationale Interesse an dem Sport.”

Die Faszination, die vom Bandy ausgeht, sind seine Schlichtheit und seine Schnelligkeit. Eine Eisfläche, 22 Holzschläger und ein Hartgummiball - mehr braucht es nicht für ein Spiel. Die Zuschauer erwärmen sich derweil am schnellen Spiel und an den mitgebrachten Warmgetränken aus der Thermoskanne. Meistens ist heisser Kaffee darin, oft vermischt mit Alkohol. Doch daran findet ausgerechnet im Land des staatlichen Alkoholmonopols niemand Anstoss. Zu Bandy gehört die abgewetzte Thermoskanne einfach dazu, findet auch WM-Organisator Leif Carlheimer: „Nein, da reden wir den Fans nicht rein. Das ist doch einer der schönsten Nebenaspekte von Bandy, ein warmes Getränk dabei zu haben und es sich gemütlich zu machen. Natürlich gibt es einzelne Fälle, in denen Fans über die Strenge schlagen. Doch die meisten wissen, wie sie sich zu benehmen haben. Für die ist das einfach ein schönes Happening.”

Und so feiern die Schweden sich und ihr Turnier. Auch wenn das eigene Team den WM-Titel nicht verteidigen sollte, für gute Stimmung sorgt Bandy in Schweden immer.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".