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Schwedische Linie: Stille Diplomatie

Die Anschläge auf skandinavische Botschaften in Beirut und Damaskus am Wochenende setzen auch Schweden in verschärfte Alarmbereitschaft. Das Aussenministerium gab bereits Reisewarnungen heraus, Reiseunternehmen stellten Flüge in betroffene Regionen ein. Bei der schwedischen Geheimpolizei Säpo herrscht erhöhte Bereitschaft. Obwohl auch einige schwedische Medien die umstrittenen Mohammed-Karikaturen veröffentlicht haben, ist Schweden bislang nicht direkt bedroht. Trotzdem muss auch Schweden eine Linie im Konflikt finden.

Besonders gegen die syrische Regierung richtet sich die Kritik. Etliche europäische Staaten, die EU und die USA werfen Damaskus vor, die Augen vor den gewaltsamen Demonstrationen am vergangenen Wochenende verschlossen zu haben. Auch Schwedens Aussenministerin Laila Freivalds ist davon überzeugt, dass die syrische Regierung die Übergriffe auf die skandinavischen Botschaften hätte verhindern können und müssen:

„Absolut. Ich habe mit dem syrischen Aussenminister telefoniert, und er äusserte sich bestürzt und bedauerte die Vorfälle. Aber Syrien ist ein Polizeistaat. Ich kann es jedenfalls nicht akzeptieren, dass man das Geschehen lediglich beklagt, wo doch offensichtlich ist, dass man nicht alles getan hat, um die Vorfälle zu vermeiden.“

”Beunruhigend und inakzeptabel”

Den Anschlägen auf dänische und norwegische Auslandsvertretungen in Damaskus und Beirut fielen auch die schwedischen Niederlassungen zum Opfer: Sie befanden sich im selben Gebäude. Aussenministerin Freivalds bezeichnete die Entwicklung der Proteste als beunruhigend und verurteilte die Attentate als inakzeptabel.

Mit ihrer Meinung steht Freivalds nicht allein. Bei einem extra einberufenen Treffen mit Vertretern der anderen Parteien im Parlament informierte Freivalds über die Reaktionen von rund 20 diplomatischen Niederlassungen in muslimischen Ländern. Die Lage sei derzeit weitgehend ruhig, dennoch steige das Risiko für erneute Ausschreitungen am Mittwoch. Vor allem im Iran, im Irak und Teilen Libanons sei mit Prozessionen zu rechnen.

Einigung auf stille Diplomatie

Die Parteivorsitzenden zeigten sich zufrieden mit dem Treffen. Als gemeinsame Linie einigten sich die Parteien auf den Weg der stillen Diplomatie und unterstützten damit die Haltung der EU. Aussenministerin Freivalds will über verschiedene Kanäle und Kulturinstitutionen den Dialog mit den muslimischen Ländern suchen:

„Wir nutzen nun sämtliche Kontakte, die wir haben. Und Schweden hat gute Kontakte, die schon früher dazu dienten, einen Dialog zwischen Religionen und Kulturen herzustellen.“

Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Sicher scheint jedenfalls, dass die schwedischen Medien den richtigen Ton angeschlagen haben: Denn obwohl auch hierzulande Zeitungen und Fernsehsender die Mohammed-Karikaturen veröffentlicht haben, ist offensichtlich angekommen, was Sinn und Zweck der Veröffentlichung war: Nämlich Information und keine Verunglimpfung.

Liv Heidbüchel

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