Nahost: Eliasson fordert „diplomatische Offensive“

Aussenminister Jan Eliasson hat angesichts der Gewaltspirale in Nahost eine „diplomatische Offensive“ gefordert. Es sei bedauerlich, dass der UN-Sicherheitsrat sich nicht auf eine Verurteilung des Bombenangriffs auf die libanesische Stadt Kana geeinigt habe, meinte Eliasson im Schwedischen Rundfunk. Bei dem Angriff waren 56 Zivilisten getötet worden, darunter 37 Kinder. Eliasson schob erneut Israel und den USA die Hauptverantwortung für die Eskalation der Gewalt zu. Beide Länder müssten erkennen, dass die derzeitigen Kampfhandlungen langfristig zu einer Radikalisierung des Libanon führten. Eliasson forderte eine deutliche UN-Resolution, in der Israel und die Hisbollah zur Waffenruhe aufgefordert werden.