Tsunami-Affäre: Telefondaten von Regierung gelöscht

Die Regierung soll wichtiges Beweismaterial zur Aufklärung der Tsunami-Affäre unterschlagen haben. Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ hervor. Demnach habe die Regierungskanzlei die Daten von insgesamt 4 500 Telefongesprächen bereits fünf Monate nach der Flutkatastrophe in Indonesien gelöscht. Normalerweise ist eine Datenaufbewahrungsfrist von einem Jahr üblich. Dem Pressebericht zufolge waren die Daten erst vernichtet worden, nachdem sich die Untersuchungskommission über den Verbleib des damaligen Staatssekretärs Lars Danielsson zum Zeitpunkt der Katastrophe erkundigt hatte. Danielsson war Ende August im Zusammenhang mit der Tsunami-Affäre von seinem Amt zurückgetreten.